Prozess : Salafistenführer Lau könnte als Terrorist verurteilt werden


Angeklagt: Sven Lau. Foto: dpa
Angeklagt: Sven Lau. Foto: dpa
Der Terrorprozess um den Salafistenführer Sven Lau wird früh unterbrochen. Der Angeklagte schweigt und stellt die Glaubwürdigkeit eines Zeugen infrage.

Von Barbara A. Cepielik | Frankfurter Rundschau

Der Prozessauftakt gegen Sven Lau, einen der bekanntesten Salafisten in Deutschland, verzögert sich am Mittwochmittag – einige Dutzend seiner Anhänger müssen noch die Sicherheitsschleusen des Hochsicherheitstraktes des Oberlandesgerichts Düsseldorf passieren, in dem gegen den 35-jährige Mönchengladbacher wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland verhandelt wird. Zeit genug für Bernhard Falk, einen seiner Unterstützer, in viele, viele Mikrophone zu sprechen und zu sagen, dass dies hier „ein politischer Prozess“, sei, einer „in dem ein empathischer Prediger diffamiert wird, der sich menschlich in Syrien engagiert“ habe, aber kein Terrorist sei. Und was die Hauptzeuge Ismael I. angehe – so sei der labil und medikamentenabhängig. Ähnlich hatte sich zuvor Sven Laus Anwalt Mutlu Günal geäußert – dieser Zeuge sei ein notorischer Lügner.

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