Der IS auf dem Weg nach Gaza


Die Sinai-Miliz Ansar Bayt al-Maqdis, zuvor Ansar Jerusalem (stets mit guten Beziehungen zu al-Qaida). Propagandamaterial, 2013.
Die Sinai-Miliz Ansar Bayt al-Maqdis, zuvor Ansar Jerusalem (stets mit guten Beziehungen zu al-Qaida). Propagandamaterial, 2013.
Salafistische Dschihadisten werden zum Problem für die Hamas. Dabei hat die Organisation lange Zeit von ihnen profitiert

Von Oliver Eberhardt | TELEPOLIS

Die Gesichter der Männer sind müde, die Oberkörper trotz der extremen Sommerhitze unter schmutzigen Pullovern verborgen, als Sie an einem Nachmittag Anfang September von Polizisten der Hamas einer Gruppe von örtlichen Journalisten vorgeführt werden. Dies seien die Männer, die vorgehabt hätten, einen örtlichen Ableger des „Islamischen Staats“ zu gründen, sagt Ijad al Bozum , Sprecher des Innenministeriums der Hamas; auf frischer Tat habe man sie dabei ertappt, kurz hinter der ägyptischen Grenze.

Einer habe Geld, „mehrere Tausend Dollar“, dabei gehabt, „um damit Leute zu bestechen“; ein anderer sei mit Waffen erwischt worden. Und alle hätten sie gestanden. Dann mussten die Männer einer nach dem anderem bestätigen, dass sie das Vorgeworfene getan haben, und dass sie es bereuen.

„Gaza ist sicher“, sagt al Bozum wenig später am Telefon: „Wenn uns die Israelis in Ruhe lassen, dann können sie als Ausländer ohne Gefahr mitten in der Nacht auf die Straße gehen, ohne dass Sie jemand anrührt.“ Es ist ein Satz, den er in diesen Monaten immer wieder sagt, wenn er von ausländischen Journalisten gefragt wird: „Ist der Islamische Staat da?“

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