Iran: Das Leben auf der Kippe – Drogensucht


1,25 Millionen Iraner sind nach offiziellen Angaben abhängig, zu 90 Prozent Männer. Foto: imago stock&people (Symbolfoto)
1,25 Millionen Iraner sind nach offiziellen Angaben abhängig, zu 90 Prozent Männer. Foto: imago stock&people (Symbolfoto)
Iran ist eines der Länder mit den meisten Drogenabhängigen weltweit – die Süchtigen sind überwiegend Männer.
 

Von Martin Gehlen | Frankfurter Rundschau

Der Optimismus von Mohammad Eshaghi wirkt unerschütterlich. Wie eine Säule steht der Doktor mit seinem weißen Kittel und schwarzen Schnäuzer in dem kleinen Versammlungsraum, lächelt, gestikuliert und redet. Die acht Männer an den Wänden hängen an seinen Lippen, einige krank und ausgemergelt, andere kräftig und robust. Alle verbindet das gleiche Lebensthema, sie ringen mit ihrer Drogensucht und brauchen Hilfe. „Dass ich noch am Leben bin, verdanke ich Allah und Doktor Eshaghi“, sagt einer, während die anderen nicken.

Für sie ist der freundliche 47-Jährige ihre wichtigste Stütze auf Erden. Jede Woche übt er mit ihnen die besondere Lebenskunst, mit der eigenen Krankheit besser umzugehen, das Suchtmilieu zu meiden und sich bei Rückfällen nicht selbst zu verteufeln. 90 Minuten dauert an diesem Montag das Abendprogramm in der Suchtambulanz an der Avenue Golbarg im Osten Teherans. Das Therapiekonzept ist angelehnt an amerikanische, australische und britische Selbsthilfeleitfäden, die „wir an die iranische Mentalität und Kultur angepasst haben“, erläutert der Arzt.

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