Krankenkassen zahlen Millionen für Schischi


Symbolbild, Bild: brightsblog
Symbolbild, Bild:Frank Rumpenhorst-pa/dpa bearb. brightsblog
Wer eine gesetzliche Krankenversicherung abschließt, zahlt für „freiwillige Zusatzleistungen“ wie Homöpathie und Osteopathie mit, selbst wenn er sie nicht will. Warum eigentlich? Ein Selbstversuch.
 

Von Anette Dowideit | DIE WELT

Ich bin 38 Jahre alt, kerngesund und hatte noch nie das Bedürfnis, mir Akupunkturnadeln in den Leib stechen zu lassen, Bachblütentropfen zu schlucken oder mich von einem Osteopathen sanft einrenken zu lassen. Aus ökonomischer Sicht erscheint es demnach logisch, dass ich mir für meine Krankenversicherung den günstigsten Tarif aussuche, den es gibt – und dafür auf solche Extraleistungen der Kasse verzichte.

Also gehe ich ins Internet und werfe die Suchfunktion bei gesetzlichekrankenkassen.de an. Der günstigste Tarif, den mir die Suche auswirft, ist der einer Kasse mit Sitz in Bremen, der hkk. Zusätzlich zu den 14,6 Prozent meines Bruttoeinkommens, die jede Kasse als Pflichtbeitrag von mir kassieren müsste – und mit der all jene Leistungen finanziert werden, deren Wirksamkeit medizinisch gesichert sind und die daher im verpflichtenden, bundesweit einheitlichen Leistungskatalog stehen – verlangt die hkk nur 0,59 Prozent Zusatzbeitrag. Auch auf ihrer Internetseite beschreibt sie großflächig, der günstigste „bundesweit wählbare Anbieter“ zu sein.

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