Was Hillary Clinton über den Islam und den „Krieg gegen den Terror“ sagen sollte


Bild. RDF
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Der US-amerikanische Philisoph und Buchautor Sam Harris formuliert eine fiktive Rede, die Hillary Clinton halten sollte, um die Bürger von einer Wahl Donald Trumps abzuhalten.

Von Sam Harris | Richard Dawkins-Foundation

Es folgt ein Teil einer Rede, die Hillary Clinton irgendwann zwischen heute und November halten sollte. Sie dient dazu, jene Wähler, die Clintons politische Korrektheit in Sachen Islam und Dschihadismus insbesondere nach einem zukünftigen Terrorangriff in den USA oder Europa besorgniserregend finden, von einer Wahl Trumps abzuhalten. – Sam Harris

Heute möchte ich über eines der wichtigsten und umstrittensten Themen unserer Zeit sprechen – den Zusammenhang zwischen der islamischen Religion und dem Terrorismus. Ich möchte, dass Sie wissen, wie ich darüber denke und wie ich die Sache als Präsidentin betrachten werde. Ich möchte auch die Herangehensweise an dieses Thema durch meinen Gegner in diesem Präsidentschaftswahlkampf und meinen eigenen Ansatz entgegenstellen.

Das bedeutendste Anliegen – und tatsächlich das wichtigste Thema dieser oder irgendeiner Zeit – ist die menschliche Kooperation. Was verhindert sie, wodurch wird sie ermöglicht? Im November werden Sie einen Präsidenten wählen und keinen Weltherrscher. Die Aufgabe des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist selbst bei all der Macht, über der er oder sie verfügt, die Menschen Zuhause und im Ausland zur Zusammenarbeit zu bewegen, um ein großes Spektrum an schwierigen Problemen zu lösen. Ihre Aufgabe besteht darin, sich die Person auszusuchen, die am ehesten dieser Aufgabe gewachsen scheint.

In der Vergangenheit habe ich gesagt, dass Gruppen wie der Islamische Staat und al-Qaida nichts mit dem Islam zu tun hätten. Präsident Obama sagte dasselbe. Wir haben uns auf diese Weise geäußert, weil wir der Auffassung waren, dass wir nichts sagen dürften, was man auf irgendeine Art so auslegen könnte, dass es die Darstellung von Gruppen wie dem IS bestätigt – und nahelegt, dass der Westen der islamischen Religion feindlich gegenübersteht, wenn auch nur ihren radikalsten Ausprägungen – was mehr Muslime in die Arme der Dschihadisten und Theokraten treiben und genau die Kooperation verhindern würde, die wir benötigen, um einen Ideenkampf gegen den radikalen Islam zu gewinnen. Ich sehe die Lage nun anders. Ich denke nun, dass wir die meisten Muslime unterschätzt haben. Und ich denke, dass wir alle einen zu hohen Preis dafür bezahlen, dass wir uns nicht eindeutig über die Verbindung zwischen bestimmten religiösen Ideen und dem sektiererischen Hass äußern, der die muslimische Welt trennt.

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Ein Gedanke zu “Was Hillary Clinton über den Islam und den „Krieg gegen den Terror“ sagen sollte

  1. Leider kann man auf richarddawkins.net nicht ohne Facebook-Account kommentieren… Dann also hier:

    Eine bessere Rede könnte HC nicht halten. Dumm nur, dass sie sie nie und nimmer halten wird. Und selbst wenn, die Fox News Hetze Seher und die anderen in dieser Echokammer würde sie nicht erreichen.

    Gefällt mir

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