Huber und Stolpe wollen ihren Turm – egal wie


Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Der Berliner Altbischof Wolfgang Huber hat für den Wiederaufbau des Turms der zerstörten Potsdamer Garnisonkirche geworben. Bei einem ZDF-Fernsehgottesdienst sagte der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag in Potsdam, die brandenburgische Landeshauptstadt solle mit dem Garnisonkirchenturm einen Ort erhalten, der für Frieden stehe. Zugleich solle eines der Wahrzeichen Potsdams wiederentstehen. Mehrere Dutzend Gegner des Wiederaufbaus demonstrierten vor dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK), wo der Gottesdienst stattfand.

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Huber erinnerte in seiner Predigt daran, dass der Turm nicht vom Krieg zerstört, sondern vom Hochmut Walter Ulbrichts zu Fall gebracht worden sei. Dort, wo Soldaten in den Krieg geschickt wurden, wollten nun Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander Frieden lernen und Schritte der Versöhnung gehen.

Auf die Kritik der Gegner des Wiederaufbaus eingehend fragte Huber, ob ein einzelnes Gebäude mit den Ereignissen eines Tages und einer Epoche verbunden werden könne. Auch im Berliner Dom etwa seien im Ersten und Zweiten Weltkrieg schreckliche Kriegspredigten gehalten worden. „Gebäude sind nicht magisch an den Geist der Vergangenheit gekettet, in ihnen kann ein neuer Geist reifen“, sagte der Berliner Altbischof, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Garnisonkirchenstiftung ist.

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