Sibylle Lewitscharoff: „Das Pfingstwunder“: Warum ich nicht?


Dante und Vergil reiten auf dem Drachen Geyron aufwärts. Illustration von Gustave Doré. Foto: imago/Leemage
Dante und Vergil reiten auf dem Drachen Geyron aufwärts. Illustration von Gustave Doré. Foto: imago/Leemage
Der Kongress fliegt: Am Montag erscheint Sibylle Lewitscharoffs neuer Roman „Das Pfingstwunder“, der es bereits auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft hat.
 

Von Judith von Sternburg | Frankfurter Rundschau

Sibylle Lewitscharoffs nagelneuer Roman scheitert von ehrgeiziger Warte aus. Das hat er mit seinem Erzähler gemeinsam, so dass es Teil des Plans der Autorin sein könnte. Erfahrungsgemäß ist das unwahrscheinlich.

Die Büchnerpreisträgerin von 2013, die der deutschen Literatur in „Blumenberg“ bereits eine enorm plastische Löwen-Materialisierung in einem Gelehrtenarbeitszimmer hinzugefügt hat, erzählt in „Das Pfingstwunder“ von einem noch unorthodoxeren Vorgang, sofern das möglich ist. Aber sie überlässt die Perspektive auf die Himmelfahrt einer quietschfidelen Runde dem einzigen in der Gruppe, dem dieses Wunder nicht zuteil wird. Der „Aufflug“, der 30 in Rom versammelte Dante-Expertinnen und -Experten aus aller Welt, drei Hausangestellte sowie einen Hund wie Luftballons im Himmel verschwinden lässt, lässt allein ihn am Boden zurück.

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