Wo bleibt der deutsche Islam?


Muslime drohen hierzulande als vaterlandslose Gesellen zu erscheinen. Zudem ergeben sich Verbände wie Ditib dem türkischen Nationalismus. Es muss etwas Neues geben

Von Till-Reimer Stoldt | DIE WELT

Vielleicht in 200 Jahren. So antwortete AfD-Vize Alexander Gauland auf die Frage, wann der Islam zu Deutschland gehören werde. Bis dahin wird der Islam also eine Ausländerreligion bleiben. Und der Muslim ein Fremder. Damit hat der AfD-Kopf einen Eindruck in Worte gefasst, der sich von Woche zu Woche ausbreitet: Muslime seien die ewigen Fremden, auch wenn ihre Vorfahren vor über einem halben Jahrhundert einwanderten. Doch der Andersgläubige als Neuauflage des vaterlandslosen Gesellen – dieser Gedanke sollte alle Alarmglocken schellen lassen. Es steckt gar zu viel Abneigungs- und Hetzpotenzial darin, als dass man zuschauen dürfte, wie sich dieser Eindruck festsetzt.

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