Zu viele Politiker haben die Grenze zum Populismus überschritten


 Horst Seehofer (CSU) wirbt im Bierzelt um die Gunst der Wähler. (Foto: Stephan Rumpf)
Horst Seehofer (CSU) wirbt im Bierzelt um die Gunst der Wähler. (Foto: Stephan Rumpf)
Je komplexer die Welt wird, desto erfolgreicher sind Politiker, die einfache Wahrheiten anbieten. Wer sie aufhalten will, muss standhaft bleiben.

Von Stefan Kornelius | Süddeutsche.de

In Laos haben die Präsidenten bunte Hemdchen angezogen; hübsch harmonisch sollte es aussehen, klare Bilder gegen unklare Worte. In Hangzhou, China, bügelten die Weltenlenker die Sprache glatt und nutzten den eisernen Griff des Protokolls, um ein bisschen Konsens vorzugaukeln. Auch in Großbritannien gibt es jetzt ein Sätzchen, das trotzig Gewissheit in all dem Chaos vermitteln soll: „Brexit heißt Brexit.“

Nun ringt Deutschland um eine Generalformel, mit der sich die Probleme des Landes lösen lassen sollen: „Deutschland wird Deutschland bleiben„, oder „Deutschland muss Deutschland bleiben„. Beruhigung oder zorniger Appell, Merkel oder Seehofer – die Lufthoheit wird von Hilfsverben entschieden.

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