Hrant-Dink-Mord: Mysteriöse Videos nähren Verdacht gegen Erdogan


Foto von einer bislang unbekannten Videoaufnahme - Mord an Hrant Dink Quelle: Ulusal Kanal
Foto von einer bislang unbekannten Videoaufnahme – Mord an Hrant Dink Quelle: Ulusal Kanal
Der Mord am liberalen Publizisten Hrant Dink erschüttert die Türkei bis heute. Fast zehn Jahre danach tauchen nun seltsame Videos auf. Sie deuten auf eine neue Strategie des Präsidenten.

Von Deniz Yücel | DIE WELT

Am Nachmittag des 19. Januar 2007 wird der türkisch-armenische Publizist Hrant Dink in Istanbul von drei Schüssen in den Rücken getroffen. Vor dem Gebäude der Wochenzeitschrift „Agos“ bricht er zusammen. Einer der bekanntesten Intellektuellen des Landes, ein links-liberaler Kämpfer für die Versöhnung zwischen Türken und Armeniern, ist sofort tot.

Der Mörder ist der 16-jährige Ogün Samast, aus der Schwarzmeerstadt Trabzon. 36 Stunden danach wird er festgenommen. Aber erst jetzt, fast zehn Jahre und einen Putschversuch später, werden Bilder bekannt, die zeigen, was nach seiner Festnahme geschah: Samast wird auf dem Polizeipräsidium von Samsun als Held gefeiert. Mitarbeiter der Polizei und des Geheimdienstes der Gendarmerie posieren mit ihm. Sie klopfen ihm auf die Schultern, nennen ihn „Löwen“, rufen „Bravo, Ogün!“

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