Ein Niqab hat nichts mit Religion zu tun – Dummheit entfacht shitstorm


Bild: Seekrug, Bielefeld/Facebook
Bild: Seekrug, Bielefeld/Facebook
„Mein Haus, meine Regeln.“ So einfach ist die Rechnung für den Wirt des Lokals Seekrug in Bielefeld. Vergangenen Samstag hatte er eine verschleierte Frau seines Biergartens verwiesen, als diese sich ihm und seiner Frau gegenüber weigerte, das Gesicht zu zeigen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor einem Fest im Biergarten, zu dem bis zu 1.000 Gäste kommen.

Von VICE Staff

So kurz vor einer großen Feier war dem Wirtspaar Christian und Rita Schulz unwohl gewesen, eine Nikab tragende Frau an einem ihrer Tische zu sehen: „Es waren schon ein paar hundert Leute da, als zwei Frauen mit einigen Kindern auftauchten. Die eine Frau war komplett schwarz gekleidet. Nur ihre Augen waren durch einen Schlitz zu sehen“, so Christian Schulz gegenüber dem Westfalen-Blatt.

In der Stadtbahn oder der Fußgängerzone müsse er vollverschleierte Frauen hinnehmen. „Aber nicht in meinem Lokal. Ich möchte meine Gäste sehen.“ Deshalb habe er die Frau gebeten, ihr Gesicht offenzulegen. Im Gegenzug fragte ihn die Aufgeforderte, ob er eine Textilallergie habe und wollte mit dem Wirt über die Situation diskutieren: „Das tue ich aber grundsätzlich nicht, wenn ich Leute vor die Tür setze, zum Beispiel erkennbare Neonazis“, so Schulz. Auch Gäste in Kleidung der Marke Thor Steinar oder bekleidet mit anderen Insignien der Neonaziszene habe er schon mal rausgeworfen, erklärt der Wirt gegenüber der Neuen Westfälischen.

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