Türkei: 60.000 Lehrer fehlen – Heldenkunde als Ersatz


 Schüler der weiterführenden Tevfik-İleri-İmam-Hatip-Schule in Ankara im Jahr 2014, vor dem Putsch. (Foto: REUTERS)
Schüler der weiterführenden Tevfik-İleri-İmam-Hatip-Schule in Ankara im Jahr 2014, vor dem Putsch. (Foto: REUTERS)
Die Ferien gehen zu Ende und 60 000 Lehrer fehlen. Kein anderer Bereich ist so sehr von den Nachwirkungen des Putschversuchs betroffen wie die Schulen in der Türkei.

Von Mike Szymanski | Süddeutsche.de

Für Zekeriya Çakmak, Türkisch- und Literaturlehrer am Istanbuler Galatasaray-Gymnasium, beginnt das neue Schuljahr mit dem Fach: allerneueste Geschichte. Am 15. Juli hat ein versuchter Militärputsch die Türkei erschüttert. Das Land nach den Ferien ist ein anderes als vor den Ferien, das muss den Schülern erklärt werden. Çakmaks Schule startet am 19. September deshalb mit einer Projektwoche. Erste Instruktionen vom Erziehungsministerium sind eingetroffen: Die erste Schulwoche möge man einem „Programm zum Sieg der Demokratie“ widmen. Heldenkunde.

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