Das Ziel der Homo-Hasser: Wiedereinführung des § 175

Die Journalistin und Autorin Birgit Kelle (links) antwortet auf die Empörung von Politikern wie der SPD-Landtagsabgeordneten Isabell Zacharias über das Treffen von
Die Journalistin und Autorin Birgit Kelle (links) antwortet auf die Empörung von Politikern wie der SPD-Landtagsabgeordneten Isabell Zacharias über das Treffen von „Demo für alle“ mit Minister Spaenle. © dpa/Kurzendörfer
Streit um die Sexualerziehung: Nach der Empörung von SPD und Grünen über das Treffen von Minister Spaenle mit „Demo für alle“ wehrt sich Birgit Kelle nun gegen die rot-grünen Kritiker.
 

Von Franz Rohleder | Merkur.de

Zum Schulstart in Bayern muss Kultusminister Ludwig Spaenle massive Kritik von Politikern aus den Reihen von SPD und Grünen einstecken. Und zwar nicht wegen Unterrichtsausfalls. Nein: Weiterhin schlägt das Treffen des konservativen Aktionsbündnisses „Demo für Alle“ und der Elternaktion Bayern mit Kultusminister Ludwig Spaenle hohe Wellen.

Bei dem Treffen am Montag in München ging es um das Thema Sexualerziehung an Schulen. Ergebnis: Der CSU-Kultusminister will umstrittene Richtlinien zur Sexualerziehung an bayerischen Schulen vorerst nicht in Kraft setzen. Spaenle möchte die Kritik daran erst eingehend prüfen. Das teilten Vertreter des Aktionsbündnisses „Demo für alle“ nach dem Gespräch am Montag in München mit. Sie händigten dem Kultusminister ein Papier mit Forderungen aus, was an dem Richtlinienentwurf geändert werden sollte. Unter anderem wendet sich das Aktionsbündnis gegen die Absicht, „die Themenkomplexe ’sexuelle Orientierung‘ und ’sexuelle Identität‘ angemessen“ in den Unterricht zu „verankern“. Das sei nicht Aufgabe der Schule, so das Aktionsbündnis, dass Schüler ihre „geschlechtliche/sexuelle Identität“ sowie „sexuelle Orientierung“ finden und annehmen.

weiterlesen

Kirchensteuer: Was passiert, wenn die Einkommenssteuer gesenkt wird?

Bild: tilly
Bild: tilly
Ein Jahr vor den Bundestagswahlen sind wir in den Wahlkampf eingetreten, und eines der heißen Themen wird die Steuerreform sein. Sie wird 2016 nicht mehr nur von der FDP gefordert, sondern jetzt auch von der CDU und sogar von der SPD, die vor vier Jahren ihren Wählern noch mit Steuererhöhungen gedroht hatte.

Von Gerhard Besier | kath.net

Das Ziel aller genannten Parteien ist die Herstellung von mehr Steuergerechtigkeit. Dank der florierenden Wirtschaft schwimmt der Staat förmlich im Geld. Es erscheint daher unabweisbar, den Bürger zu entlasten. Insbesondere der sogenannte „Mittelstandsbauch“ – der besonders hohe Steuertarif bei unteren und mittleren Einkommen – muss verschwinden. Auch die ungerechte Steuerprogression, die manche Gehaltserhöhung nahezu schluckt, weil damit die nächsthöhere Steuerkategorie erreicht wurde, muss fallen. Schließlich dringt das Bundesverfassungsgericht auf eine Neuregelung der Erbschaftssteuer. Gegen eine umfassende Steuerreform, wie sie der Heidelberger Professor Paul Kirchhof oder die Politiker Friedrich Merz (CDU) und auch Otto Solms (FDP) längst vorgeschlagen haben, machen mächtige Lobby-Verbände Front. Kirchhofs oder Merz’ Vorschläge beispielweise hätten die meisten Steuerberater arbeitslos gemacht. Familienbetriebe drohen mit einer Standortverlagerung im Falle einer Erhöhung der Erbschaftssteuer.

weiterlesen

Wie Rechtspopulisten das Thema Abtreibung instrumentalisieren

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
September 2015: Der „Marsch für das Leben“ zieht als wandernder Schilderwald mit süßen Babybildern und frommen Psalmen durch die Berliner Innenstadt. Viele Demonstranten tragen weiße Kreuze—damit wollen sie symbolisch die ungeborenen Kinder beerdigen, die im Jahr zuvor abgetrieben wurden. Für sie: ein Massenmord, über den keiner spricht. Die Polizei zählt 5.000 Menschen, die vor allem gegen Schwangerschaftsabbrüche auf die Straße gehen. Sogar aus Polen sind Gruppen angereist. An der Spitze der Demo marschiert die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch.

Von Christoph Kluge | VICE.com

Den „Marsch für das Leben“ gibt es seit 2002, zuerst zweijährig, ab 2008 jedes Jahr. Richtig groß geworden ist er aber erst, seitdem nicht nur strenggläubige Christen, sondern auch Rechtspopulisten und Neurechte das Thema für sich entdeckt haben. Die Veranstalter erwarten 7.000 Menschen beim Schweigemarsch am Samstag in Berlin.

Gegner werden versuchen, die Lebensschützer mit Blockaden zu stoppen. Neben dem eher bürgerlichen „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ (unterstützt zum Beispiel von den Grünen und Pro Familia) marschiert auch „What the Fuck?!“ gegen sie an, ein Bündnis queerfeministischer Antifas.

weiterlesen

Ich habe Spenden für eine Terrororganisation gesammelt und Frank Henkel hat’s nicht gestört

Wer sich mitten in Berlin für die Islamisten engagiert, braucht keine Konsequenzen fürchten.Foto: Sevinç Basad
Wer sich mitten in Berlin für die Islamisten engagiert, braucht keine Konsequenzen fürchten.Foto: Sevinç Basad
Die Hisbollah zählt zwar zu den gefährlichsten Terrortruppen der Welt. Wer sich mitten in Berlin für die Islamisten engagiert, braucht dennoch keine Konsequenzen vom Innensenator zu fürchten. Ein Kommentar.
 

Von Johannes C. Bockenheimer | DER TAGESSPIEGEL

Zugegeben, reich wird man nicht, wenn man auf dem Berliner Alexanderplatz um Spenden für eine islamische Terrororganisation wirbt.  Diese Erfahrung musste ich am vergangenen Dienstag machen. Nur wenige Passanten nahmen sich Zeit, um auch nur einen Blick auf das Schild zu werfen, mit dem ich um einen Finanzzuschuss bat. Keinen einzigen brachte ich dazu, tatsächlich nach dem Portemonnaie zu greifen.

Auch nicht die Dame im fortgeschrittenen Alter, die ich immerhin in ein kurzes Gespräch verwickeln konnte: „Um was geht’s denn?“, fragt sie. „Um Spenden für die libanesische Terrororganisation Hisbollah“, antworte ich wahrheitsgemäß und hielt ihr erwartungsfroh die Spendendose entgegen. Erfolg war mir keiner beschieden: „Dit lassen wa lieber, junger Mann“, sagte sie und lief davon. Spenden sammeln für eine Terrororganisation – klingt irre? Stimmt. Noch verrückter allerdings klingt, was die Berliner Sicherheitsbehörden dazu zu sagen haben.

weiterlesen

Unterleibsmafia wirbt für umstrittene Anti-Abtreibungs-Kampagne

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Bischöfe der beiden großen Kirchen werben für den „Marsch für das Leben“ von christlichen Abtreibungsgegnern am kommenden Samstag in Berlin.

evangelisch.de

Es sei eine fortwährende gesellschaftliche Verpflichtung, für die von Gott geschenkte Menschenwürde einzustehen, erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag in einem Grußwort an die Teilnehmer der Veranstaltung.

Die Aktion plädiert für den Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zu einem natürlichen Tod und richtet sich gegen Eingriffe in das vorgeburtliche Leben sowie Praktiken der Sterbehilfe. Ausrichter ist der Bundesverband Lebensrecht. Die Kampagne steht unter dem Motto „Jeder Mensch ist gleich wertvoll“. Kritiker werfen den Abtreibungsgegnern religiösen Fundamentalismus vor. Auch in diesem Jahr ist eine Gegendemonstration geplant.

weiterlesen

Unauffällige Mondfinsternis heute Abend

Archivbild: Eine Mondfinsternis, aufgenommen im April 2014 über Oakland in Kalifornien / Bild: REUTERS
Archivbild: Eine Mondfinsternis, aufgenommen im April 2014 über Oakland in Kalifornien / Bild: REUTERS
Bei der partiellen Halbschatten-Mondfinsternis sieht man eine deutliche Abdunkelung des Vollmonds, die größte Verfinsterung gibt es kurz vor 21 Uhr.

Die Presse.com

Eine unauffällige Mondfinsternis gibt es am heutigen  Freitag (16. September) von Österreich aus zu sehen. Es handelt sich um eine partielle Halbschatten-Mondfinsternis. Dabei tritt der Mond nicht in den Kernschatten der Erde ein, sondern nur teilweise in deren Halbschatten. Um die Zeit der größten Verfinsterung (20.55 Uhr) wird man eine deutliche Abdunkelung des Vollmonds im oberen Bereich beobachten können.

Rabbiner: Lutherjahr feiert einen ‚Judenhasser und Judenvertilger‘

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Ehemaliger Landesrabbiner von Baden-Württemberg: Bevorstehendes Reformationsjubiläum hindert jüdisch-christlichen Dialog. Unsachliche Kritik an Israel und Boykott sei Ärgernis für viele Juden – Ahmad Mansour fordert Ehrlichkeit im Dialog mit Islam

kath.net

Zwischen Christen und Juden kann es derzeit keinen ernsthaften Dialog geben. Diese Meinung vertrat der ehemalige Landesrabbiner von Württemberg, Joel Berger (Tübingen), auf dem Kongress „Natürlich für Israel“ am 11. September in Köln. An der Veranstaltung des Jüdischen Nationalfonds nahmen rund 1.000 Besucher teil. Ein zentrales Hindernis für den christlich-jüdischen Dialog sei, dass die Kirchen Juden immer noch als „Missionsobjekte“ betrachteten, sagte Berger in einer Diskussionsrunde mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (Düsseldorf).

weiterlesen

Die alten Foltermethoden sind zurück in der Türkei

 Die EU-Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini und der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu bei einer Pressekonferenz in Ankara (Foto: AFP)
Die EU-Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini und der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu bei einer Pressekonferenz in Ankara (Foto: AFP)
EU-Vertreter loben die „strategische Partnerschaft“ mit der Erdoğan-Regierung. Doch in türkischen Gefängnissen werden Häftlinge misshandelt. Wie bringen wir das in Einklang mit demokratischen Werten?

Von Yavuz Baydar | Süddeutsche.de

Manche Dinge ändern sich nicht in der Türkei. Nie. Sie kehren auf ihre eigene, ungeheuerliche Weise immer wieder. Am Mittwoch habe ich mit Elvan Alpay telefoniert. Ihre Stimme klang traurig. „Wir sind auf dem Weg“, sagte sie, „fast da, am Tor des Silivri-Gefängnisses. Ich treffe meinen Vater. Ich hoffe, dass ich seine Hand warm in der meinen halten kann.“ Elvan ist die Tochter von Şahin Alpay, einem der Intellektuellen, die seit dem 27. Juli inhaftiert sind. Als wichtige Stimme der Liberalen gilt er in diesen dunklen Tagen automatisch als Dissident. Ich habe Elvan alles Gute gewünscht und ihrem gebrechlichen 72-jährigen Vater meine Unterstützung ausrichten lassen.

weiterlesen

NSU-Prozess: „Wurden Ihre Verteidiger von Nachrichtendiensten angesprochen?

Bild: heise.de/TP
Bild: heise.de/TP
Allen Beschwichtigungen zum Trotz – im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) München wird immer noch um die Wahrheit gerungen. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe hat diese Woche Antworten auf Fragen verlesen lassen, die die Verteidiger ihres Mitangeklagten Carsten Schultze vor einiger Zeit gestellt hatten – aber gleichzeitig kategorisch abgelehnt, Fragen der Nebenkläger zu beantworten.

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Auch Fragen, die das Gericht ausdrücklich für „zulässig“ erklärt hat. Möglicherweise ein schwerer Fehler der Angeklagten, denn ob ein solches Verhalten strafmildernd ist, kann bezweifelt werden. Für jemanden, der Hintergründe nicht wirklich offenlegen will, aber ein notwendiges Verhalten. Zschäpe spielt ein riskantes Spiel.

Begonnen hat das im Dezember 2015, als die Angeklagte ihr Schweigen brach und einen ihrer inzwischen fünf Verteidiger eine Einlassung zu den Anklagevorwürfen vortragen ließ. Darin erklärte sie unter anderem, mit den zehn Morden nichts zu tun gehabt zu haben und erst hinterher durch ihre Kumpane Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos davon erfahren zu haben. Fragen des Gerichtes wollte sie nur schriftlich beantworten.

weiterlesen

Broder, Dodo Müller, die AfD und peinlicher Katholizismus

Gloria von Thurn und Taxis macht den Hofknicks und küsst den Ring von Kardinal Gerhard Ludwig Müller Quelle: Christian Eckl
Gloria von Thurn und Taxis macht den Hofknicks und küsst den Ring von Kardinal Gerhard Ludwig Müller Quelle: Christian Eckl
Auf Einladung von Gloria von Thurn und Taxis trifft „Welt“-Autor Henryk M. Broder Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller. Der tief konservative Katholik schlägt überraschende Töne an.

Von Christian Eckl | DIE WELT

Prälaten und Politiker, Unternehmer und Barone tummeln sich schon im Hof von Schloss St. Emmeram. Da rollt der Kardinal zusammen mit der Fürstin über den Kies des Regensburger Schlosshofs.

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, wird von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis höchstselbst mit dem Golfbuggy vor die Schlosstüre chauffiert. Den Fotografen zuliebe und weil sie den großen Auftritt liebt, bringt sie den Kardinal in Verlegenheit, indem sie sich zum Ringkuss auf den Kies kniet. „Nicht doch, das erfüllt doch alle Klischees“, winkt Müller ab.

weiterlesen

„Religion ist Privatsache, Extremismus nicht“

Erol Özkaraca kämpft um den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus / Hüseyin Islek
Erol Özkaraca kämpft um den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus / Hüseyin Islek
Für seinen Wahlkreis Nord-Neukölln will Erol Özkaraca ohne den Rückhalt seiner Partei einen Sitz im Berliner Abgeordnetenhaus erringen. Als säkulärer Muslim sitzt der SPD-Mann zwischen allen Stühlen

Von Ramon Schack | Cicero

Die Hermannstraße ist eine der großen Einkaufs-und Verkehrstraßen des Berliner Bezirks Neukölln, teils heruntergekommen, teils im Aufbruch befindlich. Schon am frühen Morgen donnern hier LKWs und Doppeldeckerbusse entlang. Ein Obdachloser schält sich aus seinem Schlafsack, der von leeren Alkoholflaschen umrahmt wird. Ein penetranter Uringeruch liegt in der Luft. Es ist nicht weit zum Schillerkiez, dem neuen, jungen, urbanen Neukölln. Hier, in einem unscheinbaren Achtzigerjahre-Bau, befindet sich das Abgeordnetenbüro von Erol Özkaraca. Der türkischstämmige SPD-Politiker kämpft von hier aus um seinen Platz im Abgeordnetenhaus, das am Sonntag gewählt wird. Doch diesmal ist alles anders. Diesmal ist Özkaraca allein. Von seiner Partei bekommt er keine offizielle Unterstützung, bei der Delegiertenversammlung im November wurde ihm ein Listenplatz verwehrt.

weiterlesen

Happy Holi: Vom Hindu-Fest zum Partytrend

Menschen werfen beim Holi-Festival im südafrikanischen Johannesburg mit Farben um sich. Das Festival soll vor allem Zusammenhalt und einen
Menschen werfen beim Holi-Festival im südafrikanischen Johannesburg mit Farben um sich. Das Festival soll vor allem Zusammenhalt und einen „bunten Alltag“ fördern. (picture alliance / dpa / Kevin Sutherland)
Die Holi-Festival-Saison geht zu Ende. Den ganzen Sommer lang haben sich überall in Deutschland junge Menschen versammelt, um zu feiern – inspiriert vom indischen Holi. Dieses Fest, das religiöse Ursprünge hat, ist eines der ältesten Feste Indiens. An diesem Tag scheinen alle Schranken aufgehoben. Man besprengt und bewirft sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und Pulver.

Von Anna Marie Goretzki | Deutschlandfunk

„Holi, nehmt mal alle die Arme hoch!“

Partystimmung auf dem Vorplatz des Bruno-Plache-Stadions in Leipzig. Meist junge Menschen zwischen 17 und 24 tanzen zu Elektro und House Beats. Unter dem Motto „Feel the jungle“ feiern sie das „Holi Festival of Colours“.  Die Sonne steht im Zenit, Bässe dröhnen, der Alkohol fließt. Die Sommerparty ist ausverkauft.

„Wir kommen zu unserem ersten Countdown. Alle Farben hoch! Haltet alle Farben hoch. Ich will alle Farben in der Luft sehen. Einige von euch brauchen noch Zeit. Ist okay! Sind alle Farben oben?“ Die Menge antwortet leise: „Jaaaa!“ „Holi! Ich fragte: sind alle Farben oben?“ Die Menge antwortet lauter: „Jaaaa!“ „Dann zählt mit mir! Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei“. Jubel ertönt.

weiterlesen

Niedersachsen will Koran-Verteilaktionen verbieten

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) will Koran-Verteilaktionen von Salafisten im Land verbieten lassen.

evangelisch.de

Einen entsprechenden Erlass an die Kommunen lasse er derzeit prüfen, sagte Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag im Landtag in Hannover. Bundesweit versuchten islamistische Gruppen durch Missionierung neue Mitglieder anzuwerben. Mit den Koran-Verteilaktionen gingen sie nun auch gezielt in die Nähe von Flüchtlingsunterkünften.

Ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus sei die Prävention. „Nur wenn wir es schaffen, Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, haben wir eine Chance, dem dschihadistischen selbstmörderischen Gedankengut und Handeln effektiv entgegenzuwirken“, sagte Pistorius.

Die Verschwö­rungs­theorien der „Klima­wan­delskep­tiker“

Der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache. Das hat jahrzehntelange Forschung von tausenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ergeben. Rechtspopulisten interessieren sich nicht dafür und streiten den Klimawandel ab. Stattdessen raunt man lieber von einer Weltverschwörung.

Von Manuel Kaiser | Geschichte der Gegenwart

Der Klima­wandel – oder besser gesagt: der angeblich ausblei­bende Klima­wandel gehört zu den Lieblings­themen rechts­kon­ser­va­tiver und rechts­po­pu­lis­ti­scher Kreise. Man könnte beliebig viele Beispiele von Politikern aufführen, die insbe­sondere in den sozialen Netzwerken, den Klima­wandel und seine Folgen relati­vieren, verharm­losen oder ganz abstreiten.

Dabei verwechselt Donald Trump ab und an schon einmal „Wetter“ mit „Klima“, wenn er einen kühlen New Yorker Julitag als Beweis für den ausblei­benden Klima­wandel anführt. Der fleissige Twitter–User und SVP-Nationalrat Claudio Zanetti wiederum spottet nicht nur regel­mässig über „Klima­hys­te­riker“, sondern verlinkt immer wieder Texte, die auf angeb­liche Wider­sprüche der Klima­for­schung hinweisen.

Das sind keineswegs verstreute Einzel­mei­nungen von besonders extremen Exponenten. Die rechten Parteien haben sich die „Klima­wan­delskepsis“ auch in ihre Programme geschrieben: Die Alter­native für Deutschland streitet in ihrem kürzlich verab­schie­deten Grund­satz­pro­gramm die Existenz des Klima­wandels grund­sätzlich ab. Beklagt wird hingegen eine „Dekar­bo­ni­sierung“.

weiterlesen

Dalai Lama: Moral wichtiger als Religion

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens NagelsEr ist wohl einer der in Deutschland beliebtesten religiösen Führer: der Dalai Lama. Das könnte auch an seiner differenzierten Sicht auf den eigenen Glauben liegen. Am Donnerstag schlug er vor, für die Moral nicht-religiöse Grundlagen zu suchen.

evangelisch.de

Der Dalai Lama hat bei einem Europa-Besuch für nicht-religiöse moralische Grundsätze geworben. Er selbst sei an einem Projekt beteiligt, das im kommenden Jahr ein Curriculum über moralische Prinzipien vorstellen wolle, „ohne irgendeine Religion zu berühren“, kündigte der Friedensnobelpreisträger vor dem Europarat in Straßburg an. Sich selbst wiederholt durch Lachen und heitere Bemerkungen unterbrechend, rief der buddhistische Mönch zu einem neuen Bildungssystem auf, das sich stärker inneren Werten widme.

weiterlesen

The People Making Solar Power Where the Sun Doesn’t Set

Three-panel solar array (for rechargeable battery pack) soaking up sunlight. Photo courtesy the author
Three-panel solar array (for rechargeable battery pack) soaking up sunlight. Photo courtesy the author
AT THE ARCTIC CIRCLE, NWT—If I had to prioritize the most important gear I brought with me on this climate change reporting trip, the portable solar panels would rank pretty high.

By Brian Castner | MOTHERBOARD

The canoe and paddles probably have to come first. Then my DeLorme inReach, a fantastic device that acts as both GPS and text-via-satellite link to the outside world. But then, next on the list, my method of charging that device: a system from Goal Zero, a three-panel array and heavy rechargeable battery pack. The sun never set, and so I could put the system outside the tent at night and find a charged battery in the morning.

The longest stretch of the Mackenzie River without human settlement is the section between Fort Good Hope and Tsiigehtchic, over 200 miles of gorge, wind, mud, rain, and grizzly bear that crosses the Arctic Circle. It took me a week of paddling to traverse it, and I never saw another person, boat, or plane. If the canoe capsized and I got stranded in that rocky socket of wilderness, I could drink the water from the river and survive without food for days, but unless I had a fully charged inReach, I couldn’t call for help. My communications, my navigating, my hope of rescue, all relied on electricity provided by my solar panel.

read more