NSU-Prozess: „Wurden Ihre Verteidiger von Nachrichtendiensten angesprochen?


Bild: heise.de/TP
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Allen Beschwichtigungen zum Trotz – im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) München wird immer noch um die Wahrheit gerungen. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe hat diese Woche Antworten auf Fragen verlesen lassen, die die Verteidiger ihres Mitangeklagten Carsten Schultze vor einiger Zeit gestellt hatten – aber gleichzeitig kategorisch abgelehnt, Fragen der Nebenkläger zu beantworten.

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Auch Fragen, die das Gericht ausdrücklich für „zulässig“ erklärt hat. Möglicherweise ein schwerer Fehler der Angeklagten, denn ob ein solches Verhalten strafmildernd ist, kann bezweifelt werden. Für jemanden, der Hintergründe nicht wirklich offenlegen will, aber ein notwendiges Verhalten. Zschäpe spielt ein riskantes Spiel.

Begonnen hat das im Dezember 2015, als die Angeklagte ihr Schweigen brach und einen ihrer inzwischen fünf Verteidiger eine Einlassung zu den Anklagevorwürfen vortragen ließ. Darin erklärte sie unter anderem, mit den zehn Morden nichts zu tun gehabt zu haben und erst hinterher durch ihre Kumpane Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos davon erfahren zu haben. Fragen des Gerichtes wollte sie nur schriftlich beantworten.

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