Wie Rechtspopulisten das Thema Abtreibung instrumentalisieren


1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
September 2015: Der „Marsch für das Leben“ zieht als wandernder Schilderwald mit süßen Babybildern und frommen Psalmen durch die Berliner Innenstadt. Viele Demonstranten tragen weiße Kreuze—damit wollen sie symbolisch die ungeborenen Kinder beerdigen, die im Jahr zuvor abgetrieben wurden. Für sie: ein Massenmord, über den keiner spricht. Die Polizei zählt 5.000 Menschen, die vor allem gegen Schwangerschaftsabbrüche auf die Straße gehen. Sogar aus Polen sind Gruppen angereist. An der Spitze der Demo marschiert die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch.

Von Christoph Kluge | VICE.com

Den „Marsch für das Leben“ gibt es seit 2002, zuerst zweijährig, ab 2008 jedes Jahr. Richtig groß geworden ist er aber erst, seitdem nicht nur strenggläubige Christen, sondern auch Rechtspopulisten und Neurechte das Thema für sich entdeckt haben. Die Veranstalter erwarten 7.000 Menschen beim Schweigemarsch am Samstag in Berlin.

Gegner werden versuchen, die Lebensschützer mit Blockaden zu stoppen. Neben dem eher bürgerlichen „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ (unterstützt zum Beispiel von den Grünen und Pro Familia) marschiert auch „What the Fuck?!“ gegen sie an, ein Bündnis queerfeministischer Antifas.

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