Erste Kreuzfahrt durch Nordwestpassage: „Wir sind erschrocken darüber, wie wenig Eis noch da ist“

Video. stern.de, screengrab: bb
Video. stern.de, screengrab: bb
Eine Kreuzfahrt durch die Nordwestpassage galt bislang als nicht machbar. Doch jetzt ist ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1000 Passagieren nach 32 Tagen in New York angekommen.

stern.de

Eine Kreuzfahrt durch die Nordwestpassage galt bislang als nicht machbar. Doch jetzt ist ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1000 Passagieren und 600 Crewmitglieder nach 32 Tagen in New York angekommen. Die bahnbrechende Fahrt des Luxuskreuzfahrtschiffes ist auch im Kontext des steigenden Tourismus in der Arktis zu verstehen. Die Passagiere hatten rund 21.000 bis 120.000 Dollar für ein Ticket berappt und zeigten sich schockiert, wie wenig Eis sie auf ihrer Reise sahen:

weiterlesen

Advertisements

Meinungsfreiheit: Riskieren Sie nicht Ihren Kopf!

foto: reuters Der Whistleblower Edward Snowden per Videoeinspielung beim Roskilde Festival 2016 in Dänemark.
foto: reuters Der Whistleblower Edward Snowden per Videoeinspielung beim Roskilde Festival 2016 in Dänemark.
Der britische Historiker Timothy Garton Ash befasst sich in seinem neuen Buch mit der Meinungsfreiheit in einer vernetzten Welt.

Von Timothy Garton Ash | derStandard.at

Die Worte „Whistleblower“ und „Leaker“ wurden in dem hier verwendeten Sinn (auf Englisch) erst in den späten Sechzigerjahren geprägt. Natürlich kann man in der ganzen Menschheitsgeschichte Beispiele für das finden, was heute als Whistleblowing und Leaking bezeichnet wird. Im Jahr 1777 schrieb eine Gruppe von Seeleuten auf dem Kriegsschiff Warren, das gegen die Briten für die amerikanische Unabhängigkeit kämpfte, einen Brief an den Kontinentalkongress, in dem sie die Untaten ihres Flottenadmirals aufzählte. Er wurde in der Folge entlassen. Die besonderen Rollen von Whistleblowern und Leakern haben sich freilich erst im letzten halben Jahrhundert herauskristallisiert.

weiterlesen

Der Monsanto-Wahnsinn

Bild: scienceblogs.de/naklar
Bild: scienceblogs.de/naklar
Monsanto ist der Feind. Das als Weltkonzern inkarnierte Böse, Satans Eintrag im Firmenbuch, ein Hybrid aus Darth Vader, Hannibal Lecter und Sauron. In ihrer Firmenzentrale steht ein Schrein mit Hitlers Schnurrbart, regelmäßig beträufelt mit dem frischen Blut flauschiger Katzenbabys, und selbst der hält es dort nur aus, weil er Angst vor den genmanipulierten Frankenstein-Superpflanzen hat, die ihn dort Tag und Nacht bewachen.

Von Florian Aigner | Na Klar!

So ungefähr ist der Eindruck, der sich aufdrängt, wenn man die Internetberichterstattung über den Biotech-Konzern Monsanto und seine Übernahme durch Bayer mitverfolgt. Das „Monsanto-Tribunal“ soll im Oktober 2016 in Den Haag zusammenkommen und ein Urteil fällen – das klingt nach internationalem Gerichtshof, nach schwerer Schuld und strafrechtlicher Relevanz. Dass es sich in Wahrheit bloß um eine NGO mit frecher PR-Strategie handelt, wird gerne übersehen. Unter dem Hashtag #monsantoevil kann man schockierende Fakten über den Konzern nachlesen, basierend auf bunten handgeschriebenen Postern und ähnlich seriösen Quellen.

Es wird Zeit, tief durchzuatmen und zur Rationalität zurückzukehren: Monsanto ist nicht böse, Monsanto will uns nicht töten, und Monsanto ist auch kein edler Heiland, der aus purer Menschenliebe den Hunger auf der Welt beseitigen wird. Monsanto ist ein Biotechnologiekonzern und macht genau das, was ein Biotechnologiekonzern eben tut: Produkte entwickeln, verkaufen, Geld verdienen. Solche Produkte können positive oder auch negative Auswirkungen haben. Darüber kann man sachlich diskutieren, jede Aufregung ist unnötig.

weiterlesen

Schweizer Bischof: Europa lieber islamisch als religionslos

(Foto: Screenshot/Youtube/Apostolic Vicariate of Southern Arabia)
(Foto: Screenshot/Youtube/Apostolic Vicariate of Southern Arabia)
Hat ein katholischer Bischof aus der Schweiz das Christentum verraten als er formulierte „Lieber ein islamisches als ein religionsloses Europa“? Die Reaktionen „besorgter Christen“ in der Schweiz sind jedenfalls eindeutig.

NEX

Hat ein katholischer Bischof aus der Schweiz das Christentum verraten, als er formulierte „Lieber ein islamisches als ein religionsloses Europa“? Die Reaktionen „besorgter Christen“ in der Schweiz sind jedenfalls eindeutig.

Die Interviews mit Bischof Paul Hinder im Deutschlandradio und im katholischen Schweizer Medienportal kath.ch wurden zuerst wenig beachtet, doch dann publizierte das missionierende Webportal livenet.ch einen „Zwischenruf“ mit dem provozierenden Titel. Livenet bekennt sich nach eigenen Angaben „zur Glaubensbasis der Europäischen Evangelischen Allianz einem Zusammenschluss verschiedener Landes- und Freikirchen“. Es handelt sich also nicht gerade um Freunde der katholischen Kirche.

weiterlesen

Religion trägt mehr zu US-Wirtschaft bei als Konzerne wie Apple

Die Religion spielt im Alltag vieler Amerikaner eine wichtige Rolle. / Bild: (c) imago stock&people
Die Religion spielt im Alltag vieler Amerikaner eine wichtige Rolle. / Bild: (c) imago stock&people
1,2 Billionen Dollar werden einer Studie zufolge jährlich von Glaubensgemeinschaften und Branchen mit Religionsbezug umgesetzt.
 

Die Presse.com

Religion ist „ohne Zweifel nach wie vor eine wichtige Komponente in der US-Wirtschaft“. Das ist das Ergebnis einer Studie der Georgetown University aus Washington. Die Forscher haben darin versucht, das Geschäft mit dem Glauben zu beziffern. Allein die Einkünfte religiöser Organisationen betragen demnach 378 Milliarden US-Dollar jährlich. 1,2 Billionen sind es, wenn man das Geschäft mit „religiösen“ Gütern (wie zum Beispiel den boomenden Halal-Markt) dazu rechnet. Das ist immerhin fast das Dreifache des österreichischen Bruttoinlandsprodukt.

weiterlesen

Nationalbefreite Zone Bautzener Kornmarkt

Opfer werden zu Tätern: Polizei verhängte ein Alkohol- und Ausgehverbot für Geflüchtete

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

„Jagdzeit in Sachsen“ titelte der Spiegel vor fast genau 25 Jahren, als in Hoyerswerda der „hässliche Deutsche“ sein Comingout hatte. „Fünf Terror-Nächte lang haben Halbwüchsige mit Flaschengeschossen, Leuchtspurmunition und Steinen die Asylantenunterkünfte sturmreif geschossen. Nun können die Behörden, die lange tatenlos zugeschaut haben, ‚die Sicherheit der ausländischen Mitbürger‘ nicht mehr länger garantieren und lassen evakuieren“, beschrieb der Spiegel damals die Situation sehr treffend.

25 Jahre später ist wieder Jagdzeiten in Sachsen. Im knapp 35 Kilometer von Hoyerswerda entfernten Bautzen konnten die Rechte erneut einen Sieg feiern. Nachdem extrem Rechte gezielt Jagd auf Migranten gemacht haben, die sich am Bautzener Kornmarkt aufgehalten haben, wies die Polizei nicht etwa diese in die Schranken, sondern verhängte ein Alkohol- und Ausgehverbot für Geflüchtete.

„Die Polizei in Bautzen lobt sich für die Wiederherstellung der Ruhe in der Stadt. Tatsächlich hat sie den Rechtsextremen das Feld überlassen, indem sie die Flüchtlinge in ihre Unterkünfte sperrt“, beschrieb der Spiegel den erneuten Sieg der Rechten in Sachsen. „Die unschönen Szenen, wie sie an den vergangenen Abenden am Kornmarkt zu sehen waren, gab es heute nicht“, wird der Bautzener Polizeidirektor Uwe Kilz zitiert.

weiterlesen

Helmut Kohl sprach abfällig über Juden

 Bundeskanzler Helmut Kohl (li.) und US-Präsident Ronald Reagan 1985 in Bonn (Foto: dpa/dpaweb)
Bundeskanzler Helmut Kohl (li.) und US-Präsident Ronald Reagan 1985 in Bonn (Foto: dpa/dpaweb)
Aktenfunde belegen, dass sich der Kanzler und sein Umfeld in den achtziger Jahren negativ über Juden äußerten. Wegen der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen fürchtete Kohl um Deutschlands guten Ruf.

Von Oliver Das Gupta | Süddeutsche.de

In der bundesdeutschen Geschichte gibt es kaum eine politische Gestalt, die umfassender ausgeleuchtet ist als Helmut Kohl. Dieser Tage kommt dennoch eine Facette hinzu, die neu ist – und hässlich: Der langjährige CDU-Vorsitzende, Kanzler der Einheit und Co-Architekt der Europäischen Union hegte in den achtziger Jahren deutliche Ressentiments gegenüber Juden.

Wie der Spiegel zuerst berichtete, geht das aus Dokumenten hervor, die der Historiker Jacob S. Eder ausgewertet hat. Der Wissenschaftler von der Jenaer Schiller-Universität stieß bei der Durchsicht von Akten aus dem Kanzleramt, dem Auswärtigen Amt und dem Nachlass eines CDU-Parlamentariers auf entsprechende Äußerungen.

weiterlesen

Erzapostel Koch verteidigt gemeinsamen Auftritt mit AfD-Vize

Im vergangenen Jahr war von Storch beim „Marsch für das Leben“ in der ersten Reihe gelaufen. Koch grenzte sich von der Spitzenvertreterin der rechtspopulistischen Partei indirekt mit der Gründungserklärung des von ihm mitbegründeten „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ ab.

evangelisch.de

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat einen gemeinsamen Auftritt mit der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch beim „Marsch für das Leben“ von Abtreibungsgegnern an diesem Samstag verteidigt. Er nehme an der vom christlichen Bundesverband Lebensrecht organisierten Kundgebung vor dem Berliner Reichstag und dem anschließenden Umzug teil, „um die zu stärken, die sich für den Schutz des Lebens engagieren“, sagte Koch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagsausgabe). Dazu gehörten „Menschen, die in unterschiedlichen Parteien engagiert“ seien.

weiterlesen

Luther soll nun versöhnen

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Das 500. Reformationsjubiläum 2017 wollen EKD und Bischofskonferenz für einen Prozess des „Healing of Memory“ nutzen.

Von Claudia Keller | DER TAGESSPIEGEL

An Martin Luther scheiden sich seit 500 Jahren die Geister. Für die Protestanten war er lange Zeit der uneingeschränkte Held, auf den sie ihre Kirche bauten; für die katholische Kirche war er der Dämon, der die Kirche spaltete. Die gegenseitige Abgrenzung entlang von Luthers Person und Werk stärkte über Jahrhunderte sehr wirkungsvoll die Identität der jeweils eigenen Gruppe. Die Spirale der gegenseitigen Diffamierungen drehte sich vor den großen Reformationsjubiläen besonders schnell.

weiterlesen

In Marokko treiben Moscheen die Energiewende voran

Die Al-Sunna-Moschee in Rabat verfügt jetzt über Solarzellen und wurde energetisch saniert. Foto: picture alliance / maxppp
Die Al-Sunna-Moschee in Rabat verfügt jetzt über Solarzellen und wurde energetisch saniert. Foto: picture alliance / maxppp
Bis 2019 will das nordafrikanische Land 600 Moscheen energieeffizient sanieren.

Von Maria-Elisa Schrade | greenpeace magazine

Photovoltaik auf den Dächern, LED-Lampen statt Glühbirnen und heißes Wasser aus Solarthermie – bis 2019 sollen mindestens 600 islamische Gotteshäuser in „Grüne Moscheen“ umgebaut werden. Die Idee für das Projekt entstand auf Initiative des marokkanischen Ministeriums für Energie. Gemeinsam mit dem Ministerium für religiöse Angelegenheiten, der staatlichen Energieinvestitionsgesellschaft und der Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz wurde 2014 das nationale Programm „Energieeffizienz in Moscheen“ ins Leben gerufen.

weiterlesen

Im Erzgebirge bietet die AfD sich religiösen Abtreibungsgegnern als neue politische Heimat an

Bisher war der „Marsch für das Leben“ eher eine isolierte Erscheinung Foto: Boness/Ipon/Ullstein
Bisher war der „Marsch für das Leben“ eher eine isolierte Erscheinung Foto: Boness/Ipon/Ullstein
Thomas Schneider ist ein misstrauischer Mann. Fragen beantwortet er nur schriftlich und sehr knapp. Nur wenn es um sein Anliegen geht, kann der 59-jährige Ingenieur sehr ausführlich werden. Schneider nennt sich Evangelist im Dienste der „besten Botschaft der Welt“, sein Büro hat er in Breitenbrunn am Erzgebirgshang kurz vor der tschechischen Grenze.

Von Christine Keilholz | der Freitag

In einer Zeit, schreibt er, „in der die für die Bewahrung menschlichen Lebens sprechenden Werte und Normen auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert“ würden, brauche es mehr denn je Leute wie ihn, die gemeinsam den Wert menschlichen Lebens in den Fokus rückten.

Der Streit ums Abtreibungsrecht hat wieder an Schärfe gewonnen. Die „Pro-Life“-Bewegung der religiösen Abtreibungsgegner hat für den kommenden Samstag in Berlin zu einem „Marsch für das Leben“ aufgerufen. Aus 36 Städten gibt es von Teilnehmern organisierte Busreisen zur Demonstration. Ein neues Kraftzentrum hat die Bewegung dabei im Erzgebirge gefunden – einer der wenigen tiefgläubigen Gegenden im Osten. Das ist Thomas Schneiders Verdienst. Und das der AfD, die die Kritik an der geltenden Abtreibungspraxis dankbar aufgreift.

weiterlesen

Gabriel setzt eine Kommission zur Zukunft der Waffen-Exporte ein

Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Eigentlich wollte Gabriel deutsche Waffenexporte reduzieren – dann erreichten sie einen Höchststand. Nun will der Wirtschaftsminister ein vielfältiges Gremium zum Rüstungsexportrecht befragen.

Von Maria-Elisa Schrade | greenpeace magazine

Es war im Februar, als Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erstmals davon sprach, eine Expertenkommission zum Rüstungsexportrecht einzusetzen. Damals war Gabriel in Erklärungsnot. Die deutschen Waffenexporte hatten sich im vergangenen Jahr 2015 fast verdoppelt – auf eine rekordverdächtige Summe von 7,86 Milliarden Euro. Und das, obwohl Gabriel kurz nach seinem Amtsantritt 2013 noch versprochen hatte, die Ausfuhren zu verringern. Es hagelte Kritik. Auf seine Ankündigung lässt der Wirtschaftsminister nun Taten folgen, indem er eine „Kommission zur Zukunft der Rüstungsexportkontrolle“ einberuft. Sowohl die Rüstungsindustrie, als auch Rüstungsgegner sitzen mit am Tisch. Doch nicht jeder von ihnen freute sich über Gabriels Einladung zur Expertenkommission.

weiterlesen

Exorzist Amorth vom Teufel geholt?

Bild: Bill Flavell, FB
Bild: Bill Flavell, FB
P. Gabriele Amorth, der vielleicht berühmteste Exorzist der Welt, ist tot. Dies berichten italienische Medien.

kath.net

Amorth wurde im Jahre 1986 zum Exorzisten der Diözese Rom ernannt. Laut eigenen Aussagen hatte er etwa 70.000 Exorzismen durchgeführt. In zahlreichen Büchern hat er auch immer wieder vor dem Bösen gewarnt. „Das Böse existiert, aber es fürchtet unseren Herrn“, sagt Amorth bei Vorträgen. Glaube und Gebet seien daher ebenso wie der regelmäßige Empfang der Sakramente eine wirksamer Schutz gegen den Einfluss dämonischer Kräfte. Demut, ein Leben nach dem Evangelium, Nächstenliebe und Vergebung seien weitere Haltungen zum Schutz der Seele.

„Der größte Tierschutzbetrug, den es in Deutschland je gegeben hat“

 Ferkel in einem nach der
Ferkel in einem nach der „Initiative Tierwohl“ ausgestatteten Stall auf einem Schweinebauernhof in Niedersachsen © Ingo Wagner/DPA
Im Streit um bessere Haltungsbedingungen für Schweine ist der Deutsche Tierschutzbund aus der Initiative Tierwohl von Handel, Produzenten und Landwirtschaft ausgestiegen.

stern.de

Der Deutsche Tierschutzbund hat der Initiative Tierwohl von Fleischindustrie, Einzelhändlern und Bauernverband den Rücken gekehrt. Er kritisierte am Freitag eine fehlende langfristige Perspektive für den Tierschutz. Die Initiative setze weiterhin auf Quantität statt auf Qualität. Die Anforderungen an die Landwirte sind den Tierschützern zu lasch.

An der freiwilligen Initiative Tierwohl sind neben der Fleischindustrie die größten Einzelhändler und der Deutsche Bauernverband beteiligt. Die Händler haben sich verpflichtet, für jedes verkaufte Kilo Fleisch vier Cent in einen Fonds einzuzahlen. Mit dem Geld sollen Landwirte gefördert werden, die ihre Ställe umwelt- und tierfreundlicher ausbauen als gesetzlich vorgeschrieben. Teilnehmen können derzeit Geflügel- und Schweinehalter.

weiterlesen

„Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ gegründet

Berliner Mauer / Wikimedia Commons - Tony Webster, CC BY 2.0
Berliner Mauer / Wikimedia Commons – Tony Webster, CC BY 2.0
Die Initiatoren sind neben der evangelischen und katholischen Kirche der DGB Berlin-Brandenburg und die Diakonie Berlin-Brandenburg

Von Stefan Förner | ZENIT.org

In Berlin hat sich ein neues Bündnis gegründet. Die evangelische und die katholische Kirche, der DGB Berlin-Brandenburg und die Diakonie Berlin-Brandenburg erklärten am Donnerstag als Initiatoren des Bündnisses, dass sie die Berliner Zivilgesellschaft gegen fremdenfeindlichen Hass und Gewalt und für Toleranz und Demokratie mobilisieren möchten. Mit Sorge erfülle die Bündnispartner die Tatsache, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen das Thema Flucht und Migration derzeit nutzen, um Feindseligkeit zu schüren und die freiheitlich-demokratische Ordnung in Frage zu stellen. Weitere zivilgesellschaftliche Organisationen aus Berlin sind zur Mitarbeit eingeladen.

weiterlesen

Geisterbeschwörung: Wir sind stolz, an der Seite des Papstes zu stehen

Interreligiöser Dialog: Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi (l.), hat Papst Franziskus (r.) im Vatikan besucht Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Interreligiöser Dialog: Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi (l.), hat Papst Franziskus (r.) im Vatikan besucht Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Der Kronprinz von Abu Dhabi besuchte erstmals den Papst. Kann der interreligiöse Diskurs in Zeiten der Krise helfen? Der Außenminister der Emirate erklärt, warum sein Land diesen Dialog sucht.

Von Abdullah bin Zayed | DIE WELT

Das Zusammentreffen zwischen Papst Franziskus und Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan, dem Kronprinzen von Abu Dhabi, hat eine besondere Symbolik. Zum ersten Mal besuchte eine so hochrangige Delegation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Vatikan, und das in einer Zeit, in der der konstruktive Dialog zwischen Menschen aller Religionen essenziell ist.

Papst Franziskus hat alle geistlichen Oberhäupter aufgerufen, dem Extremismus überall entgegenzutreten, und wir sind stolz, dabei an seiner Seite zu stehen. Die Ideologie und die Taten der Extremisten repräsentieren nicht den zentralen Ethos des Islams und sind verurteilenswert.

weiterlesen

De Maizière: Deutschland hat Flüchtlingskrise gut bewältigt

Die „epochale Herausforderung“ der Flüchtlingskrise habe Deutschland gut bewältigt, sagt Bundesinnenminister de Maizière. Er räumt allerdings ein, es habe ein „Vollzugsdefizit“ gegeben, beispielsweise bei der Bearbeitung der Asylanträge.

evangelisch.de

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat dem Eindruck widersprochen, dass es im vergangenen Herbst angesichts des großen Andrangs von Flüchtlingen einen „Kontrollverlust“ in Justiz und Verwaltung gegeben habe. Es habe vielmehr ein „Vollzugsdefizit“ etwa bei der Bearbeitung der Asylanträge gegeben, sagte de Maizière am Freitag bei einer Diskussion zum Abschluss des 71. Deutschen Juristentages in Essen. Diese Spanne dürfe nicht zu groß sein, mahnte er. Zugleich warnte de Maizière aber vor einer „Hysterisierung von Begriffen“. Deutschland habe die „epochale Herausforderung“ der Flüchtlingskrise grundsätzlich gut bewältigt.

weiterlesen

Österreichischer Pfarrer in Passau wegen Schleuserei verurteilt

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Geistliche brachte vier Syrer mit seinem Auto über die Grenze. Er wollte helfen – und wusste offenbar nicht, dass er sich strafbar macht.

Süddeutsche.de

Als der Pfarrer in der Nacht vom 16. auf 17. September 2015 im Grenzgebiet zwischen Österreich und Bayern drei Männer und eine Frau aus Syrien sah, fuhr er erst weiter. Dann habe sich sein Gewissen gerührt, sagt der Österreicher heute – so dass er die vier mit dem Auto bis zur Grenze mitgenommen habe. Da keine Kontrolle zu sehen war, brachte der Priester die Flüchtlinge bis nach Passau, berichtet die Passauer Neue Presse. Dort habe ihn jedoch die Bundespolizei aufgehalten und festgenommen.

weiterlesen

Pentagon bestätigt: Dutzende US-Soldaten in Nordsyrien

Aufnahme der US-Soldaten in Nordsyrien / Bild: APA/AFP/DELIL SOULEIMAN
Aufnahme der US-Soldaten in Nordsyrien / Bild: APA/AFP/DELIL SOULEIMAN
Die Spezialkräfte wurden auf Bitten der türkischen Regierung entsandt. Sie sollen den IS bekämpfen. Die Rebellen sind empört.
 

Die Presse.com

Die USA entsenden  Spezialkräfte nach Syrien. Die Soldaten sollten die türkische Armee und gemäßigte Rebellengruppen bei ihrem Kampf gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) unterstützen, teilte am Freitag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington mit. Nach Angaben aus dem Pentagon handelt es sich um „mehrere dutzend“ US-Soldaten. Der Einsatz erfolge auf Bitten der Türkei.

weiterlesen

Ya’alon: $38 billion military aid deal with US is ‘not enough’

Former defense minister Moshe Ya'alon gives a speech at the Washington Institute for Near East Policy, September 15, 2016. (Screenshot)
Former defense minister Moshe Ya’alon gives a speech at the Washington Institute for Near East Policy, September 15, 2016. (Screenshot)
Former defense minister suggests he had a better agreement in the works last year; Barak doubles down on Netanyahu criticism, says urgent change in government needed

By Raoul Wootliff and Times of Israel staff | The Times of Israel

Former defense minister Moshe Ya’alon joined ex-prime minister Ehud Barak Thursday in slamming Benjamin Netanyahu for the $38 billion military aid deal signed Wednesday with the United States, saying Israel should have gotten a bigger payday.

The former defense minister, who was effectively ousted from his position earlier this year amid a political crisis that saw Avigdor Liberman take his place, suggested that in October 2015, when he was still in the post, he negotiated a better deal with his then-counterpart Ashton Carter that included a list of capabilities that would have been available to Israel.

“Put in another way, I don’t think $38 billion will provide all the [required] capabilities or meet all our [defense] needs,” Ya’alon said in a speech at the Washington Institute for Near East Policy, which he joined in July as a visiting fellow.

Israel “will now have to go through a prioritization process in Israel to see what we can get and what we prefer to leave [aside],” he added.

read more