Im Erzgebirge bietet die AfD sich religiösen Abtreibungsgegnern als neue politische Heimat an


Bisher war der „Marsch für das Leben“ eher eine isolierte Erscheinung Foto: Boness/Ipon/Ullstein
Bisher war der „Marsch für das Leben“ eher eine isolierte Erscheinung Foto: Boness/Ipon/Ullstein
Thomas Schneider ist ein misstrauischer Mann. Fragen beantwortet er nur schriftlich und sehr knapp. Nur wenn es um sein Anliegen geht, kann der 59-jährige Ingenieur sehr ausführlich werden. Schneider nennt sich Evangelist im Dienste der „besten Botschaft der Welt“, sein Büro hat er in Breitenbrunn am Erzgebirgshang kurz vor der tschechischen Grenze.

Von Christine Keilholz | der Freitag

In einer Zeit, schreibt er, „in der die für die Bewahrung menschlichen Lebens sprechenden Werte und Normen auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert“ würden, brauche es mehr denn je Leute wie ihn, die gemeinsam den Wert menschlichen Lebens in den Fokus rückten.

Der Streit ums Abtreibungsrecht hat wieder an Schärfe gewonnen. Die „Pro-Life“-Bewegung der religiösen Abtreibungsgegner hat für den kommenden Samstag in Berlin zu einem „Marsch für das Leben“ aufgerufen. Aus 36 Städten gibt es von Teilnehmern organisierte Busreisen zur Demonstration. Ein neues Kraftzentrum hat die Bewegung dabei im Erzgebirge gefunden – einer der wenigen tiefgläubigen Gegenden im Osten. Das ist Thomas Schneiders Verdienst. Und das der AfD, die die Kritik an der geltenden Abtreibungspraxis dankbar aufgreift.

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