Flensburger Theologie-Professor: „Terror hat nichts mit dem Islam zu tun“


Plädiert für mehr Empathie gegenüber dem Islam: Ralf K. Wüstenberg. Foto: Staudt
Plädiert für mehr Empathie gegenüber dem Islam: Ralf K. Wüstenberg. Foto: Staudt
Der Flensburger Theologie-Professor Ralf K. Wüstenberg schreibt in seinem neuen Buch, was das Christentum vom Islam lernen kann.
 

Von Tobias Fligge | shz.de

Ralf K. Wüstenberg ist Professor für Evangelische Theologie an der Europa-Universität Flensburg und mitverantwortlich für die Ausbildung von über 400 angehenden Religionslehrern. 2013 bis 2014 war er als Gast-Dozent am Muslim College in Cambridge und lernte dort einen Islam kennen, der nach seiner Darstellung so gar nicht in das Bild von einer dunklen Religion passen will. Seine Erfahrungen hat er in seinem neuen Buch „Islam ist Hingabe“ (Gütersloher Verlagshaus) beschrieben.

Herr Wüstenberg, der Dialog mit dem Islam scheint in diesen Tagen mehr als schwierig zu sein. Warum schaffen wir es nicht, Verständnis füreinander zu entwickeln?

Der Islam wird im hohen Maße instrumentalisiert. Das kennt man auch aus der christlichen Religion. Wenn ich mir ein Bild vom Christentum anhand des Nordirland-Konflikts mache, werde ich auf ähnliche Schwierigkeiten stoßen und mich fragen: Wie kann eine solche Religion fähig sein, einen Dialog zu führen. Deshalb müssen wir uns als Christenmenschen ernsthaft mit den Inhalten der Religion beschäftigen und hinter die Fassade gucken.

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2 Gedanken zu “Flensburger Theologie-Professor: „Terror hat nichts mit dem Islam zu tun“

  1. Bullshit! Es gibt Interpretationen des Islam, die nicht zwangsläufig zu Gewalt oder Terrorismus führen (Cherry Picking). Aber jeder, der den Koran wörtlich nimmt, ist schon mindestens mit einem Fuß auf der gewalttätigen Seite und nahe am Terrorismus (s. Mohammed-Karikaturen). Das sich den Islam-Schönreden hilft nicht weiter!

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    1. Kommentar auf FB zum Artikel:

      Ausgerechnet Calvin benennt er als verbindendes Element von Christentum und Islam. Der reformierte Protestantismus mag zwar in historischer Perspektive einen bedeutenden Beitrag zur Herausbildung der modernen Welt geschaffen haben – dies aber eher unbeabsichtigt als nichtintendierte Folgen intentionalen Handelns, was Max Weber als „Gesetz der ungewollten Nebenwirkungen“ bezeichnet.
      Calvin als der „Ayatollah von Genf“ mit seinem tugendterroristischen Regiment und die theokratischen Tendenzen im Calvinismus zeigen die hochproblematische Verbindungslinie zwischen beiden Religionen auf. Die Wahabiten werden nicht ohne Grund als islamische „Puritaner“ bezeichnet, und rein phänomenologisch sind da durchaus Übereinstimmungen vorhanden. Als Theologe müsste er das alles wissen!

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