Religion und Frieden“Eine Auseinandersetzung um die Frage, wozu es sich zu leben lohnt“


Papst Franziskus gehe in der Debatte um Frieden in der Welt mit Beispiel voran und stelle sich mutig und beherzt gegen den Mainstream, betonte der Friedensethiker Heinz-Gerhard Justenhoven im Deutschlandfunk. (picture alliance / dpa / L'Osservatore Romano )
Papst Franziskus gehe in der Debatte um Frieden in der Welt mit Beispiel voran und stelle sich mutig und beherzt gegen den Mainstream, betonte der Friedensethiker Heinz-Gerhard Justenhoven im Deutschlandfunk. (picture alliance/dpa / L’Osservatore Romano )
Friedensgebete von Religionsführern seien nicht naiv, sondern „sehr realistisch“, sagte der Friedensethiker Heinz-Gerhard Justenhoven im DLF. Auch die wiederholte Kritik des Papstes am Waffenhandel hält er für richtig. Das Engagement für den Frieden sei jedoch nicht leicht, sondern „ein politischer und gesellschaftlicher Kampf um das Richtige.“

Heinz-Gerhard Justenhoven im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

Christiane Florin: „Durst nach Frieden“ ist das diesjährige Weltgebetstreffen in Assisi überschrieben. Dass dieser Durst gestillt wird, wird wohl niemand ernsthaft behaupten. Aber fraglich ist auch, ob wirklich jeder diesen Durst verspürt, weil wir eben nicht in einer idealen Welt leben. Heinz-Gerhard Justenhoven denkt hauptberuflich über Krieg und Frieden nach. Er leitet das Institut für Theologie und Frieden in Hamburg. Guten Morgen Herr Justenhoven.

Heinz-Gerhard Justenhoven: Guten Morgen, Frau Florin.

Florin: Ein Friedensgebet verschiedener Religionen – ist das naive Träumerei angesichts der Weltlage?

Justenhoven: Nein, ich glaube das ist sehr realistisch. Zuerst einmal würden wir als Christen uns daran erinnern, dass Jesus selbst ja gesagt hat: „Bittet, so wird euch gegeben.“ Das heißt, Beten heißt, ein Grundvertrauen gegenüber Gott zu haben, dass er uns mit den Problemen der Welt nicht alleine lässt, sondern dass er zwar die Welt den Menschen zur Verantwortung gegeben hat, aber einer ist, der immer auch präsent bleibt.

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