Säkularität in die Verfassung


Wichtig ist nicht, dass es Freiheit für Religion gibt, sondern auch Freiheit von Religion.

Von Gerhard Engelmayer | Die Presse

Die Religionsfreiheit wird auch seitens der Kirche als wichtig empfunden, obwohl von der Aufklärung gegen den Widerstand der Kirche durchgesetzt. In der Tat ist Religionsfreiheit für die moderne Welt eine der Stützen für ein friedliches Zusammenleben, vor allem in einer globalisierten Welt, in der es viele Religionen gibt, die alle behaupten, die Wahrheit zu vertreten.

Die großen Kirchen haben sich damit arrangiert und halten Seminare ab, wie man zu einem friedlichen Zusammenleben mit anderen Religionen kommt, meist unter dem Titel „Dialog mit . . .“.

Keine Vorschriften

Dass es Menschen gibt, die solche Seminare gar nicht brauchen, liegt daran, dass sich diese Menschen heraushalten und anderen keine Vorschriften machen wollen, was sie zu denken und zu tun haben. In Anlehnung an Farkas könnte man formulieren, dass die Religion uns von den Problemen befreit, die wir ohne sie gar nicht gehabt hätten. Diese Menschen schwören auf Religion im stillen Kämmerlein oder überhaupt auf Religionsabstinenz. Aber sie schwören auch wie einst Voltaire darauf, dass sie ihr Leben dafür geben wollen, dass der andere seine Meinung sagen kann*, auch wenn sie diese für falsch oder vielleicht sogar für kompletten Stuss halten.

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*Anm.: Das Zitat ist von Evelyn Beatrice Hall und nicht von Voltaire.

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