Umfunktionierte Kirchen: Heiliges Bettgemach


ehem. Dominikanerkirche in Maastricht, jetzt Buchhandlung und Kaffeehaus
ehem. Dominikanerkirche in Maastricht, jetzt Buchhandlung und Kaffeehaus
Im Garten stehen alte Gräber, und in der Küche gibt es Engelsfiguren über der Spüle: Immer mehr leer stehende Kirchen werden zu Wohnhäusern, Restaurants oder Hotels umgewandelt. Warum eigentlich?

Von Kristin Haug | SpON

Im Dorf Cold Hanworth, im Osten Großbritanniens zwischen Sheffield und der Nordseeküste, steht eine Kirche zum Verkauf. Hier soll niemand mehr beten, hier soll jemand einziehen.

Die Kirche wurde in ein Wohnhaus umgebaut, und die Bewohner können sich nun dort, wo früher die Kirchenglocken läuteten, ins Bett legen oder da, wo einst der Altar stand, Geschirr spülen. Umgeben sind sie dabei von Marmor und Engelsstatuen. Und wer draußen ums Haus läuft, könnte über einen alten Grabstein stolpern: Wo jetzt der Garten ist, war früher ein Friedhof.

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