Christen zwischen Dünnhäutigkeit und Selbstkritik


Gerhard Kruip, Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik in Mainz, plädiert für Offenheit gegenüber Kritik - wie auch der Wissenschaftspublizist Martin Urban. (Peter Pulkowski)
Gerhard Kruip, Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik in Mainz, plädiert für Offenheit gegenüber Kritik – wie auch der Wissenschaftspublizist Martin Urban. (Peter Pulkowski)
Die Kirchen müssen sich selbstkritisch mit ihren Positionen auseinandersetzen und die Erkenntnisse der Wissenschaften anerkennen. Das forderten im Deutschlandfunk der katholische Theologe Professor Gerhard Kruip sowie der evangelische Wissenschaftspublizist Martin Urban. Beide wandten sich gegen Fundamentalisten und Traditionalisten in den eigenen Reihen.

Gerhard Kruip und Martin Urban im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Andreas Main: Herr Kruip, Sie sind Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Mainz. Sie haben vor fünf Jahren ein Memorandum mitinitiiert, in dem 300 Theologen eine Reform ihrer Kirche forderten. Fünf Jahre später und mit einem Papst, der eher Ihrer Position entspricht als sein Vorgänger – hat sich das erledigt mit der Kritik an kirchlichen Zuständen?

Gerhard Kruip: Nein, erledigt hat sich das nicht. Man muss allerdings gleichzeitig sagen, dass sehr viel in Gang gekommen ist. Viel mehr, als wir damals 2011 erhofft haben. Wir sind überrollt worden durch die Dynamik, die vielleicht zum Teil ein bisschen durch unser Memorandum ausgelöst worden ist, aber natürlich durch viele andere Kräfte in der Kirche, die unzufrieden waren mit den Verhältnissen, mit den Zuständen, mit der Praxis und die Veränderungen eingeklagt haben. Und es ist sehr erfreulich, dass Papst Franziskus eben zumindest die Möglichkeiten vergrößert hat, die Szenerie eröffnet hat, darüber auch offener zu diskutieren.

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