Späte Abtreibung: Eine einsame Entscheidung

Carmen Kuntner mit ihren beiden Kindern Lea und Jonas. Beide kamen lebensgefährlich krank auf die Welt, sind jetzt aber weitgehend gesund. / Bild: (c) Stanislav Jenis
Carmen Kuntner mit ihren beiden Kindern Lea und Jonas. Beide kamen lebensgefährlich krank auf die Welt, sind jetzt aber weitgehend gesund. / Bild: (c) Stanislav Jenis
Wenn Eltern von einer schweren Erkrankung ihres ungeborenen Kindes erfahren, stehen sie vor einer großen, schweren Entscheidung: Soll das Kind leben oder nicht? Für viele Familien ist die Pränataldiagnostik Fluch und Segen zugleich.

Von Köksal Baltaci, Eva Winroither | Die Presse

Astrid ist beruflich erfolgreich, hat eine neunjährige, gesunde Tochter und erwartet mit ihrem Mann ihr zweites Wunschkind. Bei einer Routineuntersuchung erfährt sie, dass das Baby höchstwahrscheinlich mit Trisomie 21, also dem Downsyndrom, geboren wird. Bald darauf ergibt ein weiterer Test einen schweren Herzfehler des Kindes. Ausgerechnet das Herz, auf das während der Schwangerschaft durch kein Medikament wirklich Einfluss genommen werden kann. Denkbar wäre eine komplizierte, riskante Operation nach der Geburt.

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De Maizière: Sich mit den eigenen christlichen Wurzeln beschäftigen

Deutscher Innenminister: „Wir dachten, die große christliche Erzählung ist für viele nicht mehr so wichtig“. Doch „wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt“.

kath.net

„In Deutschland erlagen viele in den letzten Jahren und Jahrzehnten wahrscheinlich einem Denkfehler: Wir dachten, die Bedeutung von Religion für das Zusammenleben von Menschen nehme ab. Wir haben aber auf unser Land geschaut, unser säkularisiertes Land. Wir haben gedacht, die große christliche Erzählung ist für viele nicht mehr so wichtig. Was wir aber zu wenig sahen, ist, dass überall auf der Welt die Bedeutung von Religion gerade nicht abnimmt.“, sagte der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Dienstag bei einer Grundsatzrede zur Integration in Berlin, wie dem vom TV-Sender „Phoenix“ verbreiteten Video entnehmen ließ. „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt – auch bei uns. Durch die Menschen, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind, werden wir neu von religiösen Fragen berührt und damit werden wir umgehen müssen.“ Man werde wieder mehr über Religion lernen müssen, um alle Teile unserer Gesellschaft „mindestens mal zu verstehen“.

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Missbrauch: Mindestens 35 Schüler an Darmstädter Schule missbraucht

Bild: WAZ
Bild: WAZ
An der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Darmstadt sind – so ein Gutachten – mindestens 35 Schüler von einem Lehrer missbraucht worden. Wie der Skandal an der Odenwaldschule liegen auch die Fälle in Darmstadt bereits viele Jahre zurück.

Frankfurter Rundschau

Nach dem Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule gibt es in Hessen einen zweiten großen Fall, der ebenfalls viele Jahre zurückliegt. An der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Darmstadt sind einem Gutachten zufolge vor vielen Jahren mindestens 35 Schüler von einem Lehrer missbraucht worden. Der Bericht wurde am Donnerstag im hessischen Kultusministerium in Wiesbaden vorgestellt. Die Behörde hatte zwei Juristinnen mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Bei der Odenwaldschule wird von mindestens 132 Opfern ausgegangen.

Auch die Übergriffe an der Odenwaldschule liegen etliche Jahre zurück und wurden lange verschwiegen. Der Lehrer in Darmstadt, der 2005 wegen sexuellen Missbrauchs in 15 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, starb 2008.

Auch Juden dürfen kritisiert werden

Michael Wolffsohn (l.) und Viola Roggenkamp (dpa/Galuschka/Imago/Müller)
Michael Wolffsohn (l.) und Viola Roggenkamp (dpa/Galuschka/Imago/Müller)
Kritik am Judentum von innen und außen ist selbstverständlicher Bestandteil einer offenen Gesellschaft, sagten die Schriftstellerin Viola Roggenkamp und der Historiker Michael Wolffsohn im Deutschlandfunk. Nur so könnten Fehlentwicklungen gestoppt werden. Politik und Religion zu vermischen sei ein zentraler Fehler, der im Judentum, den Kirchen und im Islam gemacht werde.

Viola Roggenkamp und Michael Wolffsohn im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Andreas Main: Es gibt einen ausgeprägten innerjüdischen Pluralismus. Und entsprechend viel Selbstkritik. Michael Wolffsohn, zugeschaltet in München, braucht es da noch Kritik von außen?

Michael Wolffsohn: Natürlich, denn die Kritik von innen ist, das sagt ja das Wort, eine Kritik von innen. Und von außen bekommt man zusätzliche Anstöße. Deswegen ist es notwendig, in einem dialektischen Prozess, die Kritik von innen und von außen zu betrachten und dann das jeweilige Thema – in diesem Falle Religion – weiter zu entwickeln.

Main: So, das war ein erster Aufschlag von Ihnen, Herr Wolffsohn, guten Morgen.

Wolffsohn: Guten Morgen.

Main: Und ich begrüße die Schriftstellerin Viola Roggenkamp, die uns in Hamburg zugeschaltet ist. Guten Morgen Frau Roggenkamp.

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Veronika Bellmann: CDU-Politikerin schließt Koalition mit AfD nicht aus

Veronika Bellmann (2014). Bild: wikimedia.org/CC-BY 4.0/Foto-AG Gymnasium Melle
Veronika Bellmann (2014). Bild: wikimedia.org/CC-BY 4.0/Foto-AG Gymnasium Melle

Die CDU müsse schauen, welche sie Machtoptionen hat, so die sächsische Bundestagsabgeordnete Bellmann. Man dürfe langfristig eine Koalition mit der AfD nicht ausschließen.

Frankfurter Rundschau

Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann will eine Koalition mit der Alternativen für Deutschland (AfD) nicht grundsätzlich ausschließen. „Die CDU muss sich in Zukunft die Frage stellen, welche Machtoptionen sie hat“, sagte sie der „Huffington Post“ vom Donnerstag. „Vielleicht nicht heute oder morgen, aber für immer und ewig kann die Union eine Koalition mit der AfD auf Landes- und Bundesebene nicht ausschließen.“

Auch in der AfD gebe es durchaus akzeptable Leute, mit denen ein Dialog möglich sei, sagte Bellmann. „Wenn jemand alles ausschließt, ignoriert er die Anhänger und Wähler der AfD.“

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Syrien: USA unter Beweisdruck

Die US-Regierung verfällt in Syrien in einen Panikmodus. Der Grund dafür ist weniger im Verhalten Russlands zu suchen als im Verhalten der Opposition. Zu beobachten war der Panikmodus beim gestrigen Auftritt des US-Außenministers Kerry vor dem Sicherheitsrat. Dort ging es um die Krise in Syrien und Kerry verlor seine Contenance.

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Es war ein hitziger, hemdsärmeliger Auftritt, bei dem er die Mitglieder des Sicherheitsrates mit „folks“ ansprach. Das sollte bedeuten: genug der Formalitäten und der damit verbundenen Rücksichten, hier kommt Klartext. Kerry sagte (hier im vollständigen Wortlaut), er habe das Gefühl, dass sein russischer Kollege Lawrow, einschließlich dessen Umgebung, „in einer Art Paralleluniversum leben“, was Syrien angeht.

Er begründete dies in erster Linie damit, dass Lawrow gesagt habe, man solle ohne Vorbedingungen reden. Und in zweiter Linie mit dem Vorwurf, dass die russische Regierung die Wahrheit verdrehe und getroffene Abmachungen vereitle. Als weitere Spoiler des Prozesses zur Eindämmung der Kriegshandlungen nannte Kerry im Lauf seiner Ausführungen die syrische Regierung, wie auch die Opposition und – in Andeutungen – ungenannte Proxystaaten. Das ist wichtig.

Denn es gibt eine Vorbedingung jeglicher Gespräche über einen Friedens-oder Transformationsprozess in Syrien, von welcher der öffentliche und strategische Erfolg dieser US-Regierung abhängt. Es ist die Einrichtung von Zonen, in denen die syrische Armee keine Luftangriffe fliegen darf. Die Einrichtung einer Art No-Fly-Zone war schon in den ersten Konzepten, die bekannt wurden, zentral. Wie wichtig dies ist, untermauerte Kerry gestern erneut an mehreren Stellen seiner Rede, sehr deutlich, drängend und hemdsärmelig:

So we need to get to the prohibition on flying, my friends.

Das ist das Gravitationszentrum der Rhetorik Kerrys. Darum kreisen seine Vorwürfe gegen die syrische Regierung und Russlands Militäreinsatz auf verschiedenen Ebenen. Sie werden allesamt von breiter Medienbegleitung unterstützt, so kann man sie anhand von Medienschlagworten aufzählen: der Fassbombenvorwurf (Barrel Bombs), der Vorwurf der Bomben auf Krankenhäuser und der Vorwurf der Bomben auf den UN-Hilfskonvoi.

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Forscher haben herausgefunden, dass deutsche Mohnbrötchen doch high machen

Mohngebäck | Foto: imago | Westend61
Mohngebäck | Foto: imago | Westend61
Es ist einer dieser Lebensmittel-Mythen: Mohnbrötchen können high machen, wenn man genügend davon isst. Schwangere sorgen sich, durch den Verzehr ihrem Baby zu schaden, andere befürchten, beim Drogentest durchzufallen. Auf Google sind das immerhin die dritt- und vierthäufigsten Suchen zu Mohnbrötchen:

VICE staff

Bild: vice.com
Bild: vice.com

Schwachsinn sei das alles, lauten die Antworten.

Nun haben sich Forscher des Chemischen Untersuchungsamts in Karlsruhe der Sache angenommen. Sie entdeckten die Opiate Morphin, Thebain und Codein in den Brötchen.

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Kritik an Privilegien der Amtskirchen

Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon tritt für mehr Rechte von Konfessionslosen und Agnostikern in der Gesellschaft ein (dpa / picture-alliance / Horst Galuschka)
Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon tritt für mehr Rechte von Konfessionslosen und Agnostikern in der Gesellschaft ein (dpa / picture-alliance / Horst Galuschka)
Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, fordert eine stärkere Trennung von Staat und Religion. Er kritisierte die Privilegien der Amtskirchen, die dazu führten, dass auch Islamverbände vergleichbare Rechte forderten.

Michael Schmidt-Salomon im Gespräch mit Dieter Kassel | Deutschlandradio Kultur

„Gerade weil die Säkularisierung so weit fortgeschritten ist in Deutschland, versuchen die Kirchen natürlich, ähnliches sieht man auch bei den Islamverbänden,  mit Hilfe von gesetzlichen Vorschriften die Werte nochmal durchzudrücken,  die in der Bevölkerung gar keinen Rückhalt mehr haben“, sagt der Philosoph Michael Schmidt-Salomon im Deutschlandradio Kultur. Der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung, in der sich Agnostiker und Konfessionslose organisieren, kritisiert: „Das ist natürlich auch gefährlich für den Rechtsstaat, denn natürlich kann er Muslimen nicht verwehren,  was er Christen gewährt.“

Staat in der Zwickmühle

Es gebe Privilegien für die beiden großen Amtskirchen  in Deutschland, die die Islamverbände, beispielsweise die von der Türkei gesteuerte Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) auch gerne hätten. „Das bringt den Staat natürlich in eine Zwickmühle“, sagt Schmidt-Salomon. „Entweder muss er die Kirchenprivilegien auch auf die Muslime ausdehnen, was durchaus mit vielen Problemen verbunden wäre, oder aber er muss die bisherigen Kirchenprivilegien  einschränken, um begründen zu können, dass man diese Privilegien nicht auch den Muslimenverbänden  geben muss.“

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Der Papst feiert die Reformation in Schweden

Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Die schwedische Erzbischöfin Antje Jackelén freut sich auf den Besuch des Papstes zum 31. Okotber 2016. Gemeinsam wollen die schwedischen Kirchen in diesem Jahr die Reformation feiern. Außerdem erzählt Jackelén, warum allgemeine religiöse Sprachlosigkeit nur den Populisten hilft.

Von Nicola Glass | evangelisch.de

Ende Oktober reist Papst Franziskus für einen Tag nach Schweden, und zwar nach Lund, anlässlich des Auftakts zum Reformationsgedenken. Wie kam es dazu?

Antje Jackelén: Es geht hier um das gemeinsame Gedenken an fünfhundert Jahre Reformation, und dieser Besuch ist eine Frucht von fast fünfzig Jahren Dialog zwischen Rom und Genf, also zwischen dem Vatikan und dem Lutherischen Weltbund (LWB). Das Ganze basiert eigentlich auf einer Schrift, die 2013 veröffentlicht wurde, und die den Titel trägt „Vom Konflikt zur Gemeinschaft„. Bei diesem Text von etwa 90 Seiten handelt es sich um die erste von Katholiken und Lutheranern gemeinsam verfasste Beschreibung der Reformation in Geschichte und Gegenwart. Und das ist, finde ich, ein Riesenschritt vorwärts.

Was mich dabei noch mehr freut ist, dass in dieser Schrift fünf gemeinsame Aufforderungen benannt werden, die wirklich auch Zukunftsperspektiven aufweisen. Dass wir uns zum Beispiel verpflichten, gemeinsam das Evangeliums zu bezeugen und Dienst an der Welt zu tun. Aus dieser Schrift ist diese Initiative erwachsen, zum Auftakt des Jubiläumsjahres am 31. Oktober 2016 einen gemeinsamen Gebetsgottesdienst abzuhalten, und es war im Grunde der Wunsch Roms, dass dieser in Lund stattfinden soll. Und der Lutherische Weltbund hatte natürlich nichts dagegen, weil der LWB ja auch 1947 in Lund gegründet worden ist.

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Creationism Invades Europe

A sculptor's rendering of the hominid Australopithecus afarensis. Credit: DAVE EINSEL Getty Images
A sculptor’s rendering of the hominid Australopithecus afarensis. Credit: DAVE EINSEL Getty Images
An antiscience movement once limited mostly to the U.S. is gaining ground on the eastern side of the Atlantic
 

By Stefaan Blancke, Peter C. Kjærgaard | Scientific American

“This is outrageous!” Red-faced and visibly agitated, the 60-something was darting toward a hyperrealistic silicone reconstruction of Lucy, the world-famous, 3.2-million-year-old Australopithecus afarensis. After a highly confused couple of minutes it emerged that the man was operating within a 6,000-year biblical time frame. But he did not object to the evolutionary age of Lucy. He objected to her nakedness. “You have to cover her up! It’s almost as bad as going to the beach!”

Lucy is one of the star attractions on the Evolution Stairs in the central hall at Moesgaard Museum in Denmark. The new attraction had just opened, boosting annual visitor numbers from tens of thousands at the museum to a whopping 500,000 in the first year. Great care had been taken in giving the scientific reconstructions individual expressions, making them stand out as persons, not just distant evolutionary relatives.

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AfD-Spitzenkandidat verkauft NS-Orden mit Hakenkreuzen

Rudolf Müller tritt bei der Landtagswahl im Saarland im Frühjahr 2017 als Spitzenkandidat an Quelle: pa/dpa
Rudolf Müller tritt bei der Landtagswahl im Saarland im Frühjahr 2017 als Spitzenkandidat an Quelle: pa/dpa
Rudolf Müller vertreibt in seinem Antiquitätengeschäft unter anderem Hakenkreuzorden und Geld aus Konzentrationslagern. Moralisch sieht der AfD-Spitzenkandidat im Saarland darin kein Problem.
 

DIE WELT

Der saarländische AfD-Spitzenkandidat Rudolf Müller verkauft in seinem Antiquitätengeschäft in Saarbrücken auch Orden mit Hakenkreuzen und Geldscheine aus Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. „Ich verkaufe die immer mal wieder“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten der „Stern“ und das ARD-Magazin „Panorama“ darüber berichtet.

Ein Testkäufer des „Stern“ kaufte laut dem Bericht Geld aus einem Konzentrationslager in dem Geschäft sowie einen Orden aus dem Jahr 1939 mit einem Hakenkreuz. Einige Tage später erwarb demnach ein Käufer des ARD-Magazins einen anderen Hakenkreuzorden sowie ebenfalls Geld aus einem Konzentrationslager.

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Bundeskriminalamt: Zahl der Straftaten von Flüchtlingen stark gesunken

Statistik © von dkpto auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Statistik © von dkpto auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Flüchtlinge in Deutschland haben im laufenden Jahr deutlich weniger Straftaten begangen als im Vorjahr. Ursache seien Integrationsbemühungen sowie der Abbau von Massenunterkünften. Die meisten Delikte seien Vermögens- und Fläschungsdelikte wie Schwarzfahren.

MiGAZIN

Die Zahl der Straftaten von Flüchtlingen ist seit Jahresbeginn deutlich gesunken. „Die Fallzahlen sind von Januar bis Juni um 36 Prozent zurückgegangen“, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post.

Als Ursachen für diese Entwicklung nannte er die zunehmenden Bemühungen um Integration und den selteneren Aufenthalt in Massenunterkünften. Dies wirke sich „sicherlich auch konfliktmindernd“ aus.

Insgesamt registrierte das Bundeskriminalamt im ersten Halbjahr 142.500 Straftaten von Flüchtlingen. Den größten Teil machten nach Münchs Worten mit rund 30 Prozent Vermögens- und Fälschungsdelikte aus. Darunter fällt auch das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen.

Ehepaar muss wider Willen Jüdischer Gemeinde angehören

Bild: bb
Bild: bb
Ein Ehepaar will nicht Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt sein. Aber es muss, hat ein Gericht entschieden.

SpON

Seit mehr als zehn Jahren streitet sich ein französisches Ehepaar mit der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main: Das Paar war bei seinem Umzug nach Deutschland automatisch Mitglied geworden. Doch das wollten die Eheleute gar nicht

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig schloss sich nun einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts an: Die Mitgliedschaft ist rechtens.

Das Paar zog 2002 von Frankreich nach Frankfurt. Dort wurden sie im Melderegister der Jüdischen Gemeinde zugeordnet. Da sich die Eheleute jedoch dem liberalen Judentum zugehörig fühlen und ihnen die Jüdische Gemeinde in Frankfurt zu orthodox ist, versuchten sie sich juristisch zu wehren.

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Sekte führt krude Gemeinde in Mexiko

Ein mittelalterlich anmutendes Tor versperrt den Eingang zur Sekten-Gemeinde. Quelle: dpa
Ein mittelalterlich anmutendes Tor versperrt den Eingang zur Sekten-Gemeinde. Quelle: dpa
Ob Medizin, Bildung oder Schminke: Eine Sekten-Gemeinde in Mexiko verbietet ihren Einwohnern die Zivilisation. Bewaffnete Sittenwächter hüten die religiöse Ordnung. Auch von sexuellem Missbrauch ist die Rede. Und der Staat schaut zu …

Hannoversche Allgemeine

In der mexikanischen Ortschaft Nueva Jerusalén (Neu-Jerusalem) nimmt das Leben einen besonderen Weg: ohne Wasseranschluss, Straßenbeleuchtung und ärztliche Versorgung. Schon seit 40 Jahren lässt sich die Sekte, die die Gemeinde gründete, nicht mit irdischen Niederungen von ihrem Glauben ablenken.

Ländlich ist die Gegend um Nueva Jerusalén, rund 250 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt. Viele der rund 5000 Einwohner sind Bauern. Den Eingang bildet ein mittelalterlich anmutendes Tor mit Rittertürmchen. Wer als Frau hindurchtreten will, darf weder kurzen Rock noch Make-up tragen und muss das Haar bedeckt halten. So wie die Frauen im Ort.

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Kirchentag: Wer sich rassistisch äußert wird nicht eingeladen – wird Luther ausgeschlossen?

Lutherjahr

Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat seine Linie im Umgang mit Rechtspopulisten festgelegt. „Nicht eingeladen wird, wer sich rassistisch äußert“, heißt es in einem Beschluss des Präsidiums, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

evangelisch.de

Nach der umstrittenen Entscheidung des Deutschen Katholikentages, für dessen vergangenes Treffen im Mai Vertreter der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) von den Podien auszuschließen, verfolgt der evangelische Kirchentag eine andere Linie: Entscheidend für Vortragende sei deren fachliche Kompetenz.  „Es wird niemand wegen seines Parteibuchs ein- oder ausgeladen“, beschloss das Präsidium. Dem Gremium gehören unter anderem die Bundesminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) und die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt an.

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Handynummer reicht für Tötung per Drohne

US-Drohne. Bild: DoD
US-Drohne. Bild: DoD
Die Bundesregierung bestreitet, dass eine Handynummer genügt, um Personen für einen Drohnenangriff zu orten. Ein Gutachten im Auftrag des NSA-Ausschusses kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.

Von Thorsten Denkler | Süddeutsche.de

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages saß. Ein ehemaliger Drohnen-Pilot der USA. Einer aus den Teams, die den tödlichen Einsatz gesteuert haben. Die Drohne feuert dann Zigtausende Kilometer entfernt eine Hellfire-Rakete ab, die metergenau ihr Ziel trifft. Auf den Überwachungsmonitoren konnte Bryant live zusehen, wie da gerade noch ein Mensch stand. Und im nächsten Moment nur noch eine Staubwolke zu sehen war.

Mehr als eine Handynummer sei nicht nötig, um so eine Zielperson zu orten, sagte Bryant damals. Die Bundesregierung hat den US-Nachrichtendiensten solche Handy-Daten übermittelt. Das haben Zeugen des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Ausschuss bestätigt. Allerdings haben diese Bryant in einem Punkt stets widersprochen: Nein, mit Handynummern lassen sich keine Personen lokalisieren. Das war und ist die Position der Bundesregierung.

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Flüchtlingsbroschüre: „Grüß Gott in Österreich“

Die Broschüre ist in einer Auflage von 34.000 Stück erschienen Quelle: Österreichische Bischofskonferenz und Österreichischer Integrationsfonds/Albin Niederstrasser
Die Broschüre ist in einer Auflage von 34.000 Stück erschienen Quelle: Österreichische Bischofskonferenz und Österreichischer Integrationsfonds/Albin Niederstrasser
Vom Altar bis Weihnachten: In Österreich haben die katholische Kirche und der Integrationsfonds eine Broschüre herausgebracht. Sie soll Flüchtlingen christliche Feste und Traditionen näherbringen.
 

DIE WELT

Warum feiern Christen Weihnachten? Wie sieht es in einer Kirche aus? Wieso findet man an vielen Orten in Österreich Kreuze? Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und die katholische Kirche haben eine Broschüre herausgebracht, die Flüchtlingen Fragen wie diese beantwortet.

Auf 44 Seiten werden österreichische Traditionen, Symbole, Bräuche sowie Feste und die Grundlagen des christlichen Glaubens auf Deutsch/Arabisch oder Deutsch/Farsi erklärt.

So wird in der Broschüre mit dem Titel „Grüß Gott in Österreich“ beispielsweise ein Foto eines Altarraums in einer Kirche gezeigt. Dazu werden weitere Elemente wie Kreuz und Lesepult erklärt. Dazu heißt es: „In den Kirchen sind alle Menschen willkommen.“ Auch jene, die nur die Schönheit und Ruhe des Kirchenraums genießen wollten. Weiter wird erklärt: „Aus Respekt vor der Würde des Ortes gehört es aber dazu, dass auch nichtchristliche männliche Besucher in der Kirche ihre Kopfbedeckung abnehmen, man sich leise verhält und während eines Gottesdienstes nicht in der Kirche umhergeht.“

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Bayern fordert Burkaverbot in Gerichtssälen

 In Bayern sollen Burkaträgerinnen künftig gezwungen werden können, die Verschleierung in Gerichtsprozessen abzulegen. (Foto: dpa)
In Bayern sollen Burkaträgerinnen künftig gezwungen werden können, die Verschleierung in Gerichtsprozessen abzulegen. (Foto: dpa)
  • Die bayerische Regierung will durchsetzen, dass Frauen in bestimmten Fällen vor Gericht ihre Verschleierung ablegen müssen.
  • Das Verbot, das auch die baden-württembergische CDU unterstützt, soll sowohl für Burkas als auch für Niqabs gelten.
  • Um es durchzusetzen, wird Bayern im Bundesrat aktiv.

Süddeutsche.de

Bayern bringt mit baden-württembergischer Unterstützung die Forderung nach einem bundesweiten Burka-Verbot in Gerichtsprozessen in den Bundesrat ein. Der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) will muslimische Frauen, die ihr Gesicht hinter einem Schleier verbergen, per Gesetz dazu zwingen, bei Gerichtsverfahren ihr Antlitz zu enthüllen – zumindest, wenn sie „Verfahrensbeteiligte“ sind. Das kündigte Justizminister Winfried Bausback (CSU) am Mittwoch an.

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Evangelische und katholische Unternehmer kritisieren ‚Club of Rome‘

Evangelische und katholische Unternehmer haben den neuen Zukunftsbericht des „Club of Rome“ anlässlich des Weltkindertages am 20. September scharf kritisiert.

kath.net

Der norwegische Hochschullehrer und Zukunftsforscher Jorgen Randers sowie der Generalsekretär des Club of Rome, der britische Ökonom Graeme Maxton, hatten ihre Ideen unlängst in Berlin präsentiert. Sie schlagen vor, Frauen, die maximal ein Kind bekommen haben, zu ihrem 50. Geburtstag einen Bonus von 80.000 Dollar zu zahlen. Ziel sei es, den „Bevölkerungsdruck“ auf der Erde zu verringern. Hauptursache für die ihrer Meinung nach fortschreitende Zerstörung des Planeten ist die Verdopplung der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Ferner sprachen sie sich dafür aus, die Jahresarbeitszeit zu verkürzen, damit jeder Mensch mehr Freizeit hat, die Steuern von Unternehmen und Reichen zu erhöhen sowie ein existenzsicherndes Grundeinkommen einzuführen.

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Overusing Antibiotics Could Cost the World Trillions of Dollars

Testing the susceptibility of Staphylococcus aureus to antibiotics by the Kirby-Bauer disk diffusion method. Image: CDC/Wikimedia
Testing the susceptibility of Staphylococcus aureus to antibiotics by the Kirby-Bauer disk diffusion method. Image: CDC/Wikimedia
It has become increasingly clear that we’re overusing antibiotics, and now it’s costing us big money.

By Madison Margolin | MOTHERBOARD

Here in New York, the United Nations is ready to take on what has become a global threat. The UN General Assembly High-level Meeting on Antimicrobial Resistance that’s set to happen today has a singular message to policymakers: get antimicrobial resistance under control for the sake of the human and economic health.

According to a World Bank report titled „Drug-resistant Infections: A Threat to Our Economic Future,“ drug-resistant infections are causing economic damage up to 3.5 percent of the global gross domestic product (GDP). Middle and low- income countries could lose up to 5 percent of their GDP. In total, the global economic loss could cost nearly $100 trillion by 2050.

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