Der Papst feiert die Reformation in Schweden


Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Dom, Lund, Schweden. Bild: bb
Die schwedische Erzbischöfin Antje Jackelén freut sich auf den Besuch des Papstes zum 31. Okotber 2016. Gemeinsam wollen die schwedischen Kirchen in diesem Jahr die Reformation feiern. Außerdem erzählt Jackelén, warum allgemeine religiöse Sprachlosigkeit nur den Populisten hilft.

Von Nicola Glass | evangelisch.de

Ende Oktober reist Papst Franziskus für einen Tag nach Schweden, und zwar nach Lund, anlässlich des Auftakts zum Reformationsgedenken. Wie kam es dazu?

Antje Jackelén: Es geht hier um das gemeinsame Gedenken an fünfhundert Jahre Reformation, und dieser Besuch ist eine Frucht von fast fünfzig Jahren Dialog zwischen Rom und Genf, also zwischen dem Vatikan und dem Lutherischen Weltbund (LWB). Das Ganze basiert eigentlich auf einer Schrift, die 2013 veröffentlicht wurde, und die den Titel trägt „Vom Konflikt zur Gemeinschaft„. Bei diesem Text von etwa 90 Seiten handelt es sich um die erste von Katholiken und Lutheranern gemeinsam verfasste Beschreibung der Reformation in Geschichte und Gegenwart. Und das ist, finde ich, ein Riesenschritt vorwärts.

Was mich dabei noch mehr freut ist, dass in dieser Schrift fünf gemeinsame Aufforderungen benannt werden, die wirklich auch Zukunftsperspektiven aufweisen. Dass wir uns zum Beispiel verpflichten, gemeinsam das Evangeliums zu bezeugen und Dienst an der Welt zu tun. Aus dieser Schrift ist diese Initiative erwachsen, zum Auftakt des Jubiläumsjahres am 31. Oktober 2016 einen gemeinsamen Gebetsgottesdienst abzuhalten, und es war im Grunde der Wunsch Roms, dass dieser in Lund stattfinden soll. Und der Lutherische Weltbund hatte natürlich nichts dagegen, weil der LWB ja auch 1947 in Lund gegründet worden ist.

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