Im australischen Ballarat missbrauchten Priester und Lehrer jahrelang reihenweise Kinder


© Till Fähnders Wider das Schweigen: An Kirchen in Ballarat erinnern Bürger mit bunten Bändern an Opfer.
© Till Fähnders Wider das Schweigen: An Kirchen in Ballarat erinnern Bürger mit bunten Bändern an Opfer.

 

Im australischen Ballarat missbrauchten Priester und Lehrer jahrelang reihenweise Kinder. Bis heute weigern sich viele Bürger, der Wahrheit ins Auge zu sehen.

Von Till Fähnders | Frankfurter Allgemeine

Das australische Städtchen Ballarat ist auf Gold gebaut. Abenteurer, die auf der Suche nach schnellem Reichtum gekommen waren, hatten die Ortschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Die gewaltigen Vorkommen im Buschland nördlich von Melbourne führten damals zu einem fiebrigen Goldrausch. Bis heute zeugen die verschnörkelten Fassaden aus der Zeit der britischen Königin Viktoria von diesem Reichtum. Ein bewaffneter Aufstand in Ballarat im Jahr 1854, mit dem Goldsucher sich mehr Rechte sichern wollten, wird sogar als Ursprung der australischen Demokratie gesehen. Man ist hier stolz auf diese Geschichte.

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