Islamophobie bringt Evangelikale und Rechte zusammen


In der AfD verbinden sich streng Konservative mit radikalen Christen. Michael Lühmann, Politikwissenschaftler am Göttinger Institut für Demokratieforschung, erklärt im Interview mit der Mittelbadischen Presse die Gründe und Folgen dieser Allianz.

Von Marc Mudrak | Baden-Online

Herr Lühmann, Viele Anhänger der AfD sind nicht gläubig. Trotzdem wählen sie eine Partei, die das »christliche Abendland« verteidigen will. Wie passt das zusammen?
Michael Lühmann: Das Feindbild ist für alle klar. Atheisten in der AfD halten Religion für irrational, haben damit nichts zu tun. Für sie ist Glaube eher eine Bedrohung, insbesondere der Islam. Sie kommen mit denen zusammen, die sich aus einer christlichen Abwehrhaltung heraus bedroht sehen.

Dennoch müsste es zwischen Konfessionsfreien und Evangelikalen in der AfD zu Spannungen kommen.
Lühmann: Die Chiffre vom »christlichen Abendland« kann jeder aufladen, wie er will: religiös, kulturell oder völkisch. Das überdeckt diesen Konflikt. Was beide Seiten eint, ist die Abwehr des Islam und Rassismus. Zudem gibt es auch unter den Atheisten in der AfD die Vorstellung von einer Art Kulturchristentum, das die Nation wie ein Band vereint.

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