„Selbst schuld, Schlampe!“


Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Jenna Behrends erhebt Vorwürfe – und wird nun vom Opfer zur Täterin gemacht Foto:dpa
Sicherlich ist die Frauen-Union keine Speerspitze des Feminismus. Dass sie mit Opfer-Täter-Verdrehungen reagiert, schockiert trotzdem.
 

Von Marlene Gürgen | taz.de

Vielleicht ist Jenna Behrends ein unangenehmer Mensch. Vielleicht ist sie sehr stark auf ihre eigene Karriere bedacht. Vielleicht war sie mit dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber im Bett. Für all diese Behauptungen gibt es mehr gegenläufige Indizien als Beweise, aber selbst wenn sie stimmen sollten: Die Sexismus-Vorwürfe, die die CDU-Politikerin gegen ihre Partei erhoben hat, werden dadurch keinen Millimeter kleiner, und ihre Legitimation, diese Vorwürfe zu erheben, kein bisschen schwächer.

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Sexismusdebatte: Das Zeitalter des ‚Empörialismus‘

Katrin Albsteiger (2014). Bild: wikimedia.org/CC-BY 4.0/Foto-AG Gymnasium Melle
Katrin Albsteiger (2014). Bild: wikimedia.org/CC-BY 4.0/Foto-AG Gymnasium Melle

„Wir empören uns mal wieder. Dieses Mal über den ‚Sexismus‘ der CDU. Meine Meinung dazu…“

Von Katrin Albsteiger | kath.net

Wir empören uns mal wieder. Dieses Mal über den „Sexismus“ der CDU. Meine Meinung dazu: Viele Einzelfälle, die uns als „Sexismus“ präsentiert werden, halte ich hier schlicht für falsch abgelegt. Diagnose: kein Sexismus. Das meiste, was in diesem Zusammenhang ins Feld geführt wird, könnte man unter den Stichworten „unpassende Bemerkungen“, „missglückte Komplimente“ oder auch „schlechtes Benehmen“ verbuchen. So auch die im aktuellen Fall aufgeführten Beispiele. Unpassende Wortwahl oder eine Herrenwitzpointe sind für sich eben nicht sexistisch. Eine „große süße Maus“ würde ich als „geflopptes Kompliment“ sehen, nicht als Sexismus. Anders: Sobald ein Parteimitglied bei einer Wahl zu Vorstandsposten aber systematisch den Frauen die Stimme verweigert und aufgrund ihres Geschlechts nur Männer wählt, sehr wohl, weil es Auswirkungen auf die soziale Stellung von Frauen hat. Davon ist hier aber nicht die Rede.

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