Mit Luther zu einer neuen Wirtschaftsethik


Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
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Die beiden großen Kirchen in Deutschland wollen eine gesellschaftliche Debatte über christliche Werte in der globalisierten Wirtschaft anstoßen.
 

evangelisch.de

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, und der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber kritisierten am Dienstag auf einer Tagung zu „Reformation und die Ethik der Wirtschaft“ in Berlin, die von den Volkswirtschaften entkoppelten Finanzmärkte gingen zu Lasten vieler Menschen. Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, sieht in der Weltwirtschaftskrise das Indiz einer falsch verstandenen Wirtschaftsmoral.

„Wir reden von Globalisierung, finden aber nicht den Weg, den produktiven Kräften einen Rahmen zu geben“, sagte Marx auf der Tagung des wissenschaftlichen Beirats für das Reformationsjubiläum 2016. Dabei sieht Marx die Kirchen in der Pflicht. Fragen von Ethik und Moral gehörten untrennbar zu einer freiheitlichen Gesellschaft dazu. Hier könnten die Kirchen einen konstruktiven Beitrag leisten, sagte er.

Marx betonte: „Freiheit und Verantwortung beziehen sich auf das gesamte Feld der Gesellschaft.“ Deshalb müssten etwa die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen auf die nächste Generation oder auf die Lebenssituationen von Menschen in Krisengebieten stärker diskutiert werden. Öko- und Sozialbilanzen müssten eine ebenso große Rolle spielen wie Gewinnbilanzen.

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