Bibel: Zank ums Testament


Die Bibel mit dem Alten Testament steht in einem Regal in Euskirchen (imago / Hermann J. Knippertz)
Die Bibel mit dem Alten Testament steht in einem Regal in Euskirchen (imago / Hermann J. Knippertz)
Der Berliner Theologe Notger Slenczka löste im vergangenen Jahr eine Kontroverse aus. Er hatte sich dafür ausgesprochen, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon herauszulösen. Unter Theologen, aber auch in den Medien, schlugen die Wellen hoch. Von Antijudaismus war die Rede. Was ist aus der Debatte geworden?

Von Carsten Dippel | Deutschlandfunk

Im christlichen Bibelkanon stehen Altes und Neues Testament als zwei gleichberechtigte Teile nebeneinander. Doch genau um diese Kanonizität wird in der evangelischen Theologie nun seit letztem Jahr heftig gestritten. Selbstverständlichkeiten sind ins Wanken geraten, der Streit reicht weit über die akademische Zunft hinaus. Denn hierbei geht es um die Grundfesten des christlichen Selbstverständnisses, um die Haltung gegenüber dem Judentum, um die Art und Weise, wie die biblische Botschaft in Forschung, Lehre, den Gottesdiensten behandelt wird. Es geht bei all diesen Fragen buchstäblich ums Ganze. Alexander Deeg lehrt Praktische Theologie an der Universität Leipzig:

„Wir lesen Texte, die nicht nur unsere Texte sind, aber die wir notwendig als unsere Texte reklamieren. Das führt uns immer in die Spannung: Christliche Identität ist niemals bei sich selbst und vollkommen, sondern wir erzählen uns hinein in die Geschichte Israels, die teils unsere Geschichte ist und zu gleichen Teilen bleibend eine fremde Geschichte ist.“

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