Ungarn: Humanität als Provokation


Migranten überwinden im August 2015 den Grenzzaun zwischen Serbien und Ungarn bei Röszke. (picture-alliance / dpa / Sandor Ujvari)
Migranten überwinden im August 2015 den Grenzzaun zwischen Serbien und Ungarn bei Röszke. (picture-alliance / dpa / Sandor Ujvari)
Tamás Fabiny ist evangelisch-lutherischer Bischof in Ungarn. Er vertritt zwar nur eine kleine Minderheit, aber seine Worte werden gehört. Die Flüchtlingsfrage sei eine humanitäre und christliche Aufgabe, sagt er. Schon diese Feststellung gilt in dem Land, in dem ein Viktor Orbán das Christentum verteidigt, als rebellisch.

Von Burkhard Schäfers | Deutschlandfunk

Um es gleich vorweg zu sagen: Tamás Fabiny vertritt lediglich eine kleine Minderheit der Christen in Ungarn – wo sich nur gut zwei Prozent zur evangelisch-lutherischen Kirche bekennen. Zwei Drittel der Bevölkerung sind katholisch. Aber der evangelische Bischof aus Budapest hat zehn Jahre für den Rundfunk gearbeitet, insofern weiß er sich öffentlich zu Wort zu melden.

„Trotzdem erlebe ich, dass heute ist es nicht so einfach in der ungarischen Gesellschaft die Meinung der Kirche hören zu lassen. Das hat wahrscheinlich auch mit einer Monothematik der Gesellschaft zu tun, dass beinahe alles um die Flüchtlingsfrage geht. Die Regierung hat eine eindeutige, ganz scharfe Meinung. Und kritische Stimmen sind in den öffentlichen Medien wenig erlaubt.“

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