„1000 Jahre“ vor Gericht: Die Verurteilung der NS-Hauptkriegsverbrecher


Die Anklagebank im Nürnberger Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher, links Hermann Göring / Bild: (c) imago/ZUMA/Keystone (imago stock&people)
Die Anklagebank im Nürnberger Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher, links Hermann Göring / Bild: (c) imago/ZUMA/Keystone (imago stock&people)
Vor 70 Jahren ergingen die Urteile gegen Hermann Göring, Ernst Kaltenbrunner und die anderen Angeklagten im ersten Nürnberger Prozess. Er revolutionierte das internationale Recht.

Von Helmar Dumbs | DiePresse.com

Der historische Moment beginnt mit einer Panne. Es handelt sich zwar nur um ein geringfügiges, schnell behobenes technisches Gebrechen, aber es ist von hoher Symbolkraft. Und es ist durchaus symptomatisch für einen von mancher Panne begleiteten Prozess: Als der vorsitzende Richter im Nürnberger Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher, der Brite Sir Geoffrey Lawrence, am 1. Oktober 1946 beginnt, das Strafmaß für den im Sinne der Anklage schuldig gesprochenen Hermann Göring zu verkünden, bekommt Göring nichts mit. Der Kopfhörer funktioniert nicht. Erst im zweiten Anlauf gelingt es, dem ehemaligen Reichsmarschall Hitlers mitzuteilen, was der nun zwar akustisch hört, aber, sich unschuldig bekennend, nicht verstehen kann: Tod durch den Strang.

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