Attentat von Nizza: Islamismus als Vorwand


foto: apa/afp/valery hache Auf der Strandpromenade in Nizza wurden Blumen für die Opfer abgelegt.
foto: apa/afp/valery hache Auf der Strandpromenade in Nizza wurden Blumen für die Opfer abgelegt.
Der Attentäter von Nizza war laut neusten Erkenntnissen kein gefestigter Islamist. Das macht seine Schreckenstat am französischen Nationalfeiertag nur noch beunruhigender

Von Stefan Brändle | derStandard.at

Warum richtete Mohamed Lahouaiej Bouhlel am 14. Juli auf der Strandpromenade von Nizza ein Blutbad mit 86 Todesopfern an? Die Frage ist bis heute ungeklärt. Am Samstag sickerten erstmals Details aus der Untersuchung der Staatsanwaltschaft durch. Pariser Medien zitieren die Aussagen diverser Angehöriger.

Bouhlels Ex-Gattin Hajer spricht etwa von einem gewalttätigen Mann ohne jeden Bezug zur Religion. Er habe geraucht, Alkohol getrunken und Schweinefleisch gegessen. Die Besucherin eines gemeinsamen Sportklubs schildert Bouhlel als einen „sexuell Besessenen“, der mehrmals aus der Salsa-Stunde geworfen worden sei, weil er Frauen belästigt habe. Sein Schwager – dem er eine aufblasbare Puppe zeigte – erklärte den Ermittlern: „Er hatte den Teufel in sich.“ Einmal habe er vor seinen drei Kleinkindern eine Puppe mit einem Messer „erstochen“.

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