Der Hass der Deutschomanen


 Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor © Müller-Stauffenberg/ullstein bild
Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor © Müller-Stauffenberg/ullstein bild

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin, Autorin und Lehrerin für Islamkunde in Dinslaken. Als Reaktion auf ihr neues Buch Zerreißprobe bekam sie so viele Drohungen und Hasskommentare von Rechten, dass sie um die Beurlaubung vom Schuldienst gebeten hat.

Von Lamya Kaddor | ZEIT ONLINE

Für Leute wie den Welt-Autor Henryk M. Broder und den früheren Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Roland Tichy, mag das alles lustig sein. In Texten, die sie schreiben und publizieren, werde ich als „genuin dumm“ beleidigt und nahezu mein komplettes Leben wird als Fake verleumdet.

Für mich ist das absolut kein Spaß mehr. Ich musste mich auch wegen der Wirkung solcher Texte dazu entschließen, meinen Lehrerberuf vorübergehend ruhen zu lassen: Ich werde diffamiert, bin Bedrohungen von Leib und Leben ausgesetzt. („Dummes Vieh, stirb, Kanacken-Fotze“, „Ballert ihr ne Kugel in den Kopf“, „Nachts kommen wir dich holen“.)

Mein einziges Vergehen: Ich, „die kleine Ausländerin“, habe in meinem neuen Buch gewagt, die von vielen so oft bemühte Floskel „Integration ist keine Einbahnstraße!“ ernst zu nehmen. Nachdem ich mich rund 15 Jahre mit der Minderheit der Muslime in diesem Land beschäftigt habe, habe ich nun erstmals die deutsche Mehrheitsbevölkerung fokussiert und in der Frage der Integration in die Pflicht genommen.

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