In Wahrheit ein Todeskult


Die Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Jürgen Manemann, Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover, mit großer innerer Spannung. Foto: koc
Die Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Jürgen Manemann, Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover, mit großer innerer Spannung. Foto: koc
Jürgen Manemann referierte beim „Theologischen Forum“ über den „Islamischen Staat“ und die Herausforderungen für die hiesige Gesellschaft.

Von Karl-Heinz Kock | Westfälische Nachrichten

Die Parole „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ ist bekannt geworden durch die Attentäter von Madrid 2004. Für Professor Dr. Jürgen Manemann, Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover, gibt der zweite Teil dieses Satzes ziemlich genau das wieder, was den Dschihadismus im Innersten kennzeichnet.

Manemann entfaltete jetzt differenziert im Rahmen des Theologischen Forums seine These, dass die Dschihadisten des „Islamischen Staates (IS)“ in ihrem „Kampf gegen die Ungläubigen“ in Wahrheit einen Todeskult betreiben. Rund 50 Zuhörer waren ins Felizitas-Pfarrheim gekommen und verfolgten seine Ausführungen mit großer innerer Spannung.

Zu Beginn spielte der Referent ein Video mit dem ehemaligen „Gangsta-Rapper“ Dennis Cuspert (Pseudonym „Deso-Dogg“) ein, der später ein führender Kopf der Medienzentrale des IS wurde: „Komm in meine Welt voll Hass und Blut“, heißt es da, verbunden unter anderem mit Aufrufen zu Mord und Leichenschändung. Für Manemann erhält der Hass im Dschihadismus „in apokalyptischer Perspektive“ quasi „sakrale“ Züge und gilt als einziger Lebenszweck.

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