Der neue Traum von der „Wiedergeburt der Atomenergie“


EPR in Olkiluoto, Finnland (photomontage). Bild: Teollisuuden Voima Oy (Copyright-Inhaber). Mit freundlicher Genehmigung von Framatome ANP/Lizenz CC BY-SA 3.0
EPR in Olkiluoto, Finnland (photomontage). Bild: Teollisuuden Voima Oy (Copyright-Inhaber). Mit freundlicher Genehmigung von Framatome ANP/Lizenz CC BY-SA 3.0
Der Vertrag zum Bau des britischen Subventionskraftwerks Hinkley Point wurde unterzeichnet, während Atomkraftgegner in Frankreich gegen den Neubau in Flamanville demonstrierten

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

In Großbritannien und Frankreich träumt die Atomlobby wieder einmal von einer Renaissance der Atomkraft. Den Traum hatte in Frankreich schon vor acht Jahren die konservative Sarkozy-Regierung (Proteste gegen Sarkozys Atom-Renaissance in Paris), aber auch die Sozialisten träumen ihn weiter. Die hängen nun die Rettung ihrer Pleite-Atomindustrie am Projekt im britischen Hinkley Point auf, das die französische EDF umsetzen soll.

Die Projekte aber, mit denen Sarkozy einst ein neues Atomzeitalter einläuten wollte, drohen trotz Kostenexplosion und massiven Verzögerungen im finnischen Olkiluoto und im französischen Flamanville teure Bauruinen zu werden. Am Samstag demonstrierten mehr als 5.000 Atomkraftgegner in Flamanville.

Die französische Atomlobby durchlebt wahrhaft schwere Tage. Ihre Probleme werden nicht weniger und kleiner, sondern immer größer und zahlreicher. Da klingt es wie das berühmte Pfeifen im Walde, wenn nun wieder einmal die „Wiedergeburt“ der Atomkraft beschworen wird. Die sieht zum Beispiel der Chef von NuGeneration vor sich, nachdem am vergangenen Donnerstag feierlich in London der Vertrag zum Bau von zwei neuen Atommeilern in Hinkley Point unterzeichnet worden ist.

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