Die erste Frau mit Hijab im Playboy und alle feiern… ja, was eigentlich?


Bild: DIE KOLUMNISTEN
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Die Welt jubelt und klatscht – eine Muslima ist im Playboy zu sehen. Doch gar nicht so, wie man im ersten Moment denkt. Warum das bei unserer Kolumnistin nur Fragezeichen aufwirft.

Von Alissia Passia | DIE KOLUMNISTEN

Diese Schlagzeile sorgte wahrlich für ein großes Kopfkino. Eine Muslima mit Niqab im Playboy. Eine neue Art der Erotik, oder “versuchen wir es mal bei den Männern mit ordentlich Fantasie”. Ich stellte mir eine vollverschleierte Frau vor, eben so, wie man Damen in Niqab auch immer öfter auf Berlins Straßen sichtet. Ein echtes Kontrastprogramm, zu den barbusigen Schönheiten, die sich sonst im Playboy räkeln. Oder müssten die sich nun in der nächsten Ausgabe solidarisch zeigen und getreu der Merkelschen Integrationskultur auch verschleiern?
Anpassen ist schließlich die Tage alles, man siehe den Vorschlag zum Wissensurlaub in den arabischen Ländern.
Als ich dann doch mal nachgoogelte, kam die große Enttäuschung. Die ersten Quellen hatten demnach nicht richtig recherchiert, es war nun doch kein Niqab sondern “nur” ein Hijab.

Eat my Hijab, bitch!

So erblickte ich keine womöglich nackte Frau (gibt es auch für solche Erotikfälle durchsichtige Niqabs?!), sondern ein Mädchen in Chucks und Jeans und Hijab auf dem Kopf. Auf jedem Bild der gleiche rebellische Gesichtsausdruck, die Oberlippe hochgezogen, die weißen Zähne gebleckt.
Als wolle sie sagen “Hey, seht mich an, ich bin so wahnsinnig emanzipiert, obwohl ich religiös bin. Eat my Hijab, bitch”.

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2 Gedanken zu “Die erste Frau mit Hijab im Playboy und alle feiern… ja, was eigentlich?

  1. Bella

    Ich frage mich auch, was das eigentlich für ein Theater sein soll? Welche Frau, die religiös ist (egal, ob Judentum, Christentum oder Islam), würde sich jemals für den „Playboy“ ablichten lassen, in welchem Aufzug auch immer?

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