Antiziganismus: Wo Roma täglich Ablehnung erfahren


Roma & Sinti © Adam Jones @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Roma & Sinti © Adam Jones @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Auch in Deutschland stoßen Roma immer wieder auf Ablehnung. Der Verein „Amaro Foro“ will das ändern: Er dokumentiert die zahlreichen Fälle von Diskriminierung – ob es ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sind oder die Verweigerung von Handyverträgen.

Von Jutta Geray | MiGAZIN

Das rot umrandete Verbotsschild im Laden „Regenbogenlicht“ in der Emserstraße im Berliner Stadtteil Neukölln galt nur für Roma. Darauf erteilte die Ladenbesitzerin „einer auf Raub und Betrug spezialisierten Bevölkerungsgruppe absolutes Ladenverbot“. Sie erregte damit viel Aufsehen in den Medien. Das Schild hängt dort zwar nicht mehr. Dafür weist die Besitzerin nun ungefragt auf den „Zigeunerbesen“ hin, den sie in der Tür aufgestellt hat.

Der „Zigeunerbesen“ als Symbol entstammt dem Reich des Aberglaubens, als im Mittelalter Hexen, Juden und Roma als Verbündete des Teufels galten und ferngehalten werden sollten. Damit lebt ein jahrhundertealtes Stigma auf: „Alle Roma betrügen und stehlen“.

„Amaro Foro“ dokumentiert Diskriminierung

Der Verein „Amoro Foro“ in Berlin berät vorwiegend Romnija und Roma aus Rumänien und Bulgarien. Seit 2014 dokumentiert der Verein die Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppe und zeigt, wie sehr sie immer noch in weiten Teilen auf Ablehnung stößt.

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