Autonome militärische Systeme ersetzen zunehmend menschliche Entscheidung


Kampfdrohne X-47B. Bild: DoD
Kampfdrohne X-47B. Bild: DoD
Nach einem Bericht über die weltweite Entwicklung von autonomen Systemen für das Militär sind neben den USA, Russland und China auch Frankreich und Deutschland führend

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Aus dem Pentagon hört man die Versicherung, dass man zwar zunehmend auf autonome Systeme setze, aber sie sollen nicht wirklich autonom sein. Niemals, sagte vor kurzem Verteidigungsminister Ash Carter werde das Pentagon Kampfroboter einsetzen, die ohne „man in the loop“ selbständig entscheiden, ob sie feuern oder nicht. Und auch in der „Third Offset Strategy“ wird betont, autonome Systeme kämen vor allem im Cyberbereich in Frage, ansonsten gehe es primär um die Entwicklung und Verbesserung der Schnittstellen (US-Verteidigungsminister: „Niemals“ volle Autonomie für Kampfroboter).

Eine solche Schnittstelle ist etwa der Plan, bemannte F-35-Kampfflugzeuge von unbemannten F-16 begleiten zu lassen, die vom Piloten gesteuert werden können, um Angriffe abzuwehren oder effektiver angreifen zu können. Vorerst wurden ausgemusterte F-16 zu unbemannten Flugzeugen umgebaut und dienen als Zielobjekte für das Training.

Die wahrscheinlich zur Beruhigung der Öffentlichkeit und der eigenen Truppen dienenden Versicherungen, die Autonomie nicht zu weit treiben und Soldaten durch Roboter ersetzen zu wollen, wird von einem Bericht aber hinterfragt. Das Pentagon treibe die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz voran, um tatsächlich nicht nur Menschen als Akteure, sondern zunehmend auch die menschliche Entscheidungsfindung zu ersetzen.

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