Dresden: „Einen gewissen Prozentsatz an Idioten gibt es überall“


Holger Zastrow ist Vorsitzender der FDP/FB-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Mitglied im Bundespräsidium der FDP und Vorsitzender der FDP Sachsen Quelle: pa/dpa/dpa-ZB
Holger Zastrow ist Vorsitzender der FDP/FB-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Mitglied im Bundespräsidium der FDP und Vorsitzender der FDP Sachsen Quelle: pa/dpa/dpa-ZB
Sachsens FDP-Chef sieht seine Heimat zu Unrecht an den Pranger gestellt. Mit Pegida will er nichts zu tun haben, unzufrieden ist aber auch er: Darüber, wie viel DDR im vereinigten Deutschland steckt.

Von Thorsten Jungholt | DIE WELT

Die Welt: Der Tag der Deutschen Einheit ist am Montag in Ihrer Heimatstadt Dresden gefeiert worden. Etwas Besonderes für Sie, Herr Zastrow?

Holger Zastrow: Eigentlich ja. Es hätte etwas Besonderes werden können. Die Friedliche Revolution hat hier ihre Wurzeln, Dresden ist heute eine fantastische Stadt, Sachsen ein großartiges Land und die Region in Europa, die sich in den vergangenen 25 Jahren am tiefgreifendsten verändert hat. Wir haben hier, mit viel Unterstützung, etwas geschaffen. Aber ich war wie viele andere Dresdner nicht in Feierlaune.

Die Welt: Warum das?

Zastrow: In jeder Gesellschaft, an jedem Ort gibt es einen gewissen Prozentsatz an Idioten und Irregeleiteten. Wenn ich die Berichterstattung über uns lese, muss ich aber glauben: Hier leben nur solche Menschen. Was für ein Quatsch und was für eine Anmaßung! Eine Zeitung stellte kürzlich Sachsen auf ihrer Titelseite sogar als braunen Schandfleck dar. Ein ganzes Bundesland wird pauschal an den Pranger gestellt.

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