Widerspruch gegen Rechtspopulisten gefordert


Nach den Einheitsfeiern bleibt ein schaler Beigeschmack: Dass Pöbler am Nationalfeiertag die höchsten Repräsentanten des Staates beleidigen konnten, wirft Fragen in Richtung Polizei auf. Aber auch von Bürgern wird mehr Courage gefordert.

evangelisch.de

Nach den Pöbeleien am Tag der Deutschen Einheit in Dresden hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die ausbleibenden Reaktionen der übrigen Festteilnehmer kritisiert: „Was mich ernüchtert hat: Dass eine so kleine, lautstarke Minderheit von der großen Mehrheit das Feld überlassen bekommen hat“, sagte er der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Sein Amtsvorgänger Wolfgang Thierse (SPD) rief zu energischem Widerspruch gegen Pöbler und Rechtspopulisten auf.

„Das sind Menschen, die offensichtlich nicht nur Sorgnisse und Ängste haben und Kritik üben, sondern die hasserfüllt sind gegenüber der Demokratie und den Demokraten. Das müssen wir uns nicht gefallen lassen“, sagte Thierse dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch soziale Ungerechtigkeit und Benachteiligung seien „keinerlei Rechtfertigung für Hass und Gewalt“. Das Verhalten der Störer sei zwar nicht nur ein ostdeutsches Phänomen, aber ohne Zweifel trete es im Osten vermehrt auf.

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