BGH-Urteil: Keine Entschädigung für Kundus-Opfer


 Die ausgebrannten Tanklastzüge in der Nähe von Kundus nach dem vom deutschen Oberst Klein angeordneten Luftangriff. (Foto: dpa)
Die ausgebrannten Tanklastzüge in der Nähe von Kundus nach dem vom deutschen Oberst Klein angeordneten Luftangriff. (Foto: dpa)
Hinterbliebene der Opfer des Bombenangriffs nahe der afghanischen Stadt im Jahr 2009 hatten Deutschland auf Entschädigung verklagt. Der Befehl ging von einem deutschen Oberst aus.

Süddeutsche.de

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass den Opfern des Bombenangriffs von 2009 im afghanischen Kundus keine Entschädigung gewährt wird. Mit dem Urteil bestätigte das Gericht entsprechende Entscheidungen der Vorinstanzen. Zur Begründung hieß es, dass der damalige Bundeswehr-Oberst Georg Klein „nach Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Aufklärungsmöglichkeiten“ nicht habe erkennen können, dass sich im Zielbereich des Luftangriffs Zivilisten befanden.

Der damalige deutsche Oberst Georg Klein hatte den Angriff auf zwei Tanklaster in der Nähe der afghanischen Stadt angeordnet. Bei dem Angriff wurden zahlreiche Zivilisten getötet. Eigentliches Ziel waren Taliban-Kämpfer, die die Tanklaster gekapert hatten.

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