Die Grenzen der Religion


Konflikt zwischen säkularem Staat und Religion - der Burkini-Streit in Frankreich (MAXPPP/Patrice Lapoirie)
Konflikt zwischen säkularem Staat und Religion – der Burkini-Streit in Frankreich (MAXPPP/Patrice Lapoirie)
Die Trennung von Staat und Religion scheint eine moderne westliche Errungenschaft zu sein. Das stimmt nicht, sagen Forscher aus Leipzig: Säkularisierung hat es schon vor Jahrhunderten gegeben, auch außerhalb von Europa. Zudem sei die Säkularisierung nichts Abgeschlossenes. Die Grenzen des Religiösen werden permanent neu verhandelt – auch im Burkini-Streit.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Die Szene sorgte im Sommer 2016 weltweit für Aufregung. An einem Strand in Nizza zwangen vier Polizisten eine Frau, Teile ihres Burkinis auszuziehen, ihres islamischen Ganzkörperbadeanzugs. Den hatten einige französische Badeorte zuvor an ihren Stränden verboten. Für die Kultursoziologin Monika Wohlrab-Sahr ein Beispiel dafür, wie von staatlicher Seite die Grenzen des Religiösen bestimmt werden:

„Interessant ist ja, dass an der Stelle eben Grundsatzfragen verhandelt werden, wenn auch auf eine etwas vielleicht merkwürdige Weise. Nämlich Fragen der Loyalität gegenüber dem Staat und dass diese Form der französischen Säkularität, also der Laizität, wie die Franzosen das nennen, eben sehr rigide zur Geltung gebracht wird. Im Sinne von, wer hier zu dieser Nation gehört, wer loyal ist zu dieser Nation, der darf sich auch in der Öffentlichkeit nicht mit religiösen Insignien zeigen und der Burkini ist dann so bewertet.“

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