Desmond Tutu will Möglichkeit zu Sterbehilfe

sterben

Der frühere südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu schließt Sterbehilfe für sich selbst nicht aus.
 

evangelisch.de

Er wolle nicht um jeden Preis am Leben gehalten werden, schrieb Tutu in einem Artikel für die „Washington Post“ (Freitagsausgabe) an seinem 85. Geburtstag. Der Friedensnobelpreisträger hatte sich bereits in der Vergangenheit für das Recht auf Sterbehilfe ausgesprochen, aber bisher offengelassen, ob ein assistierter Tod für ihn selbst infrage kommt.

„Nun, da das Ende meines Lebens näher ist als der Beginn, wünsche ich mir, dass Menschen in Würde sterben können“, schrieb Tutu. Sterbende sollten das Recht haben, zu entscheiden, wann und auf welche Weise sie gehen wollen. Diese Wahlmöglichkeit sollte einen assistierten Tod  beinhalten. „Ich hoffe, dass es mir erlaubt sein wird, die nächste Phase meines Lebens auf eine Art und Weise zu beginnen, die ich selbst gewählt habe.“

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Theory of mind: Menschenaffen erkennen, wenn andere sich irren

Schimpansen zählen zu den Primaten. Auch diese Tiere können Irrtümer voraussehen, behaupten Forscher.Foto: dpa/Hoppe
Schimpansen zählen zu den Primaten. Auch diese Tiere können Irrtümer voraussehen, behaupten Forscher.Foto: dpa/Hoppe
Diese Fähigkeit galt als typisches Merkmal moderner Menschen. Offenbar ist sie doch nicht so einzigartig – wenn die Interpretation der Forscher zutrifft Schimpansen zählen zu den Primaten. Auch diese Tiere können Irrtümer voraussehen, behaupten Forscher.

DER TAGESSPIEGEL

Primaten können erkennen, dass andere von einer falschen Annahme ausgehen. Dieser Befund einer aktuellen Studie im Fachmagazin „Science“ widerspricht der bisherigen Annahme, wonach nur Menschen dazu fähig seien. Bislang hatten Primaten bei entsprechenden Tests nämlich versagt. Die neue Untersuchung eines Teams um Christopher Krupenye vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Fumihiro Kano von der Universität Kyoto legt nahe, dass zumindest einige Menschenaffen Irrtümer anderer doch vorhersehen.

Die Forscher zeigten den Menschenaffen einen Film und zeichneten dabei die Augenbewegungen der Tiere auf. In dem Film sieht ein Beobachter, wie sich ein Mann in einem King-Kong-Kostüm hinter einem Heuhaufen versteckt. Daraufhin verlässt der Beobachter die Szene und King-Kong versteckt sich inzwischen hinter einem anderen Heuhaufen und läuft dann ganz weg. Nun kommt der Beobachter wieder herein. Wo wird er nach King-Kong suchen?

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Verteidigung westlicher Werte: Gegen die bösen Zwillinge

Eine in Deutschland aufgewachsene Jesidin ruft dazu auf, sich sowohl gegen Rechtsextremismus wie Islamismus entschlossen zur Wehr zu setzen.

Von Wolfgang Taus | Neue Zürcher Zeitung

Das Beharren der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der deutschen – und europäischen – Pflicht, in Not geratenen und verfolgten Menschen, insbesondere aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens, zu helfen, sei vollkommen richtig. Dennoch dürfe die Politik ihre deutschen Bürger nicht vergessen, betont Düzen Tekkal, die in Deutschland aufgewachsene TV-Journalistin und Kriegsberichterstatterin mit jesidisch-kurdischen Wurzeln. Sie wurde 1978 als eines von elf Kindern einer Einwandererfamilie aus Südostanatolien in Hannover geboren.

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Stadtkirche Wittenberg will „Judensau“-Relief behalten

Einblattdruck mit Wittenberger Judensau, 1596. Bild: wikimedia.org/PD
Einblattdruck mit Wittenberger Judensau, 1596. Bild: wikimedia.org/PD
Wenn im kommenden Jahr das Reformationsjubiläum gefeiert wird, werden Menschen aus vielen Ländern nach Wittenberg kommen. Ein Londoner Theologe zieht mit einer Petition aber schon jetzt die Blicke auf Sachsen-Anhalt. Er fordert, dass ein umstrittenes Relief an der Außenfassade der Stadtkirche entfernt wird. Die mitteldeutsche evangelische Landesbischöfin Junkermann hingegen will das Spottbild nicht abmontieren lassen. Sie sieht darin ein „Erinnerungs- und Mahnzeichen“.

MDR Sachsen-Anhalt

Das als „Judensau“ bezeichnete Relief an der Wittenberger Stadtkirche soll nach Meinung der Evangelischen Kirche bleiben. Das sagte die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann MDR SACHSEN-ANHALT. „Wir müssen diese Wunde unserer eigenen Geschichte offen halten“, forderte sie. Damit solle verhindert werden, dass erneut Fremdenfeindlichkeit aufkeime. Die Botschaft im Lutherjahr sei die Versöhnung durch Gott und nicht, die Geschichte selbst zurechtzurücken.

Das Bild aus Sandstein an der Südostecke der Kirche zeigt einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut und Juden, die an den Zitzen der Sau trinken. Die Darstellung stammt aus dem Jahr 1305 und ist laut Historiker Mirko Gutjahr von der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt eine von etwa 30 in Mitteleuropa.

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„Mit dieser Kirche will ich nicht leben“

Eugen Drewermann auf der Leipziger Buchmesse 2010. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/ Amrei Marie
Eugen Drewermann auf der Leipziger Buchmesse 2010. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de/ Amrei Marie
Kirchenkritiker Drewermann füllt bei Kirchen- und Katholikentagen immer noch Säle. Vor 25 Jahren entzog Erzbischof Degenhardt ihm die Lehrbefugnis – damit wurde Drewermann bekannt. Heute sagt er, er habe nichts von seinem Widerspruch zurückzunehmen.
 

Von Anne Strotmann | evangelisch.de

Er war sich seiner Sache sicher und konnte von da an nicht mehr zurück: Als dem Theologen, Priester und Psychoanalytiker Eugen Drewermann am 8. Oktober 1991 die katholische Lehrbefugnis entzogen wurde, war das die erste Sanktion in einer langen, öffentlichen Auseinandersetzung.

Mit seinem Buch „Kleriker – Psychogramm eines Ideals“ hatte Drewermann sich spätestens 1989 bei der Amtskirche unbeliebt gemacht. Darin legte er aufgrund seiner Erfahrungen als Psychotherapeut dar, wie die Kirche ihre Priester krank mache. Auch mit der offiziellen katholischen Lehre geriet er in Dissens: An das leere Grab Jesu wolle er nicht glauben, auch nicht an die physikalische Himmelfahrt Jesu oder die biologisch verstandene Jungfrauengeburt.

Der Entzug der Lehrbefugnis war erst der Anfang: Im Januar 1992 entzog ihm der Paderborner Erzbischof Franz Josef Degenhardt auch die Predigterlaubnis. Unter diesen Bedingungen wollte Drewermann das Priesteramt nicht weiter ausüben, wie er sagt. Ein priesterlicher Mensch im Sinne Jesu zu sein, erklärte er in einem Offenen Brief, bedürfe ohnehin nicht der bischöflichen Genehmigungspflicht. Degenhardt suspendierte ihn.

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Christen rechtsaußen: Hetzkatholiken und Hassprotestanten

Bild: BR24
Bild: BR24
Mit der Pegida-Bewegung sind sie ins Visier der Öffentlichkeit geraten: Christen am rechten Rand, das schwarz-rot-goldene Kreuz vor sich hertragend. Und doch agieren ultrakonservative Katholiken wie Protestanten schon viel länger – im Internet und auf den Straßen.

Von Veronika Wawatschek | BR24

So viel vorweg: Hier geht es nicht vorrangig um Glatzen und Springerstiefel in Kirchenbänken, sondern vielmehr um den ultrakonservativen bis rechten Rand, der biblische Werte schützen will. Von „Katholiban“, von denen der Publizist David Berger einmal sprach, kann nicht die Rede sein. Bislang rüsten die Rechtsaußen-Christen nur verbal zum Kampf. Und doch wird bei genauerem Hinsehen deutlich: Es braut sich etwas zusammen am christlich-rechten Rand – auch weil sie mit der AfD einen politischen Arm für ihre Themen bekommen haben, wie in der Grundsatzvereinbarung der „Christen in der AfD“ nachzulesen ist.

Der Themendreiklang

Die Publizistin Liane Bednarz kennt diesen Rand von innen. Sie bezeichnet sich als konservativ und gläubig, stieg aber aus der Szene aus, als ihr die Parolen zu ausgrenzend wurden. Ihren Worten zufolge widmen sich rechte Christen vor allem dem „Schutz des Lebens“, dem „Schutz von Ehe und Familie“ und dem „Schutz des christlich-geprägten Abendlandes“. Nicht selten verberge sich dahinter allerdings radikale Abtreibungsgegnerschaft, von der sich selbst die Kirchen distanzierten, sowie Homophobie und ausgewiesene Islamfeindschaft.

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Jeder zweite Deutsche hält Politiker für realitätsfremd

Mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland sind 58 Prozent zufrieden Quelle: dpa
Mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland sind 58 Prozent zufrieden Quelle: dpa
Nur jeder Sechste ist noch überzeugt, dass Politiker wissen, „was im wirklichen Leben los ist“. Polizei und Verfassungsgericht genießen hohes Ansehen. Am Ende der Skala rangieren Medien und Parteien.

Von Daniel Friedrich Sturm | DIE WELT

Fast jeder zweite Bürger wirft Politikern ein gestörtes Verhältnis zur Alltagsrealität vor. 48 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, die meisten Politiker wüssten nicht, „was im wirklichen Leben los ist“. Dies ergibt der aktuelle Deutschlandtrend von Infratest Dimap im Auftrag für die ARD-„Tagesthemen“ und die „Welt“. Demnach widerspricht nur jeder Sechste (16 Prozent) der Aussage, die meisten Politiker wüssten nicht, „was im wirklichen Leben los ist“.

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Start-up: Kirchenaustritt digital unterstützt

Ausnahmsweise ohne teuflisches Grinsen: die Gründer Niels Reinhard (links) und Dominik Mauritz.
Ausnahmsweise ohne teuflisches Grinsen: die Gründer Niels Reinhard (links) und Dominik Mauritz.
Der Gründer von Dein-Kirchenaustritt.de ist katholisch und hält Kirchen für wichtig. Trotzdem will er Mitgliedern beim Austritt helfen – und damit Gutes tun.

Von Michel Penke | GRÜNDERSZENE

„Noch bin ich nicht exkommuniziert“, sagt Niels Reinhard und lacht. Zusammen mit Dominik Mauritz gehört er zum Gründer-Team von Dein-Kirchenaustritt.de. Seine Webseite hilft seit gut einem Monat Kirchenmitgliedern, die keine mehr sein wollen, aus der Glaubensgemeinschaft auszutreten.

Dabei hat Reinhard eigentlich gar nichts gegen Religion. Sein Onkel ist Theologieprofessor, seine Mutter stark in der Gemeinde aktiv. Er selbst ist römisch-katholisch – zumindest bisher. Austreten will er, doch geschafft hat er es zeitlich selbst noch nicht. „Dabei haben Kirchen absolut ihre Existenzberechtigung“, sagt Reinhard. „Sie erfüllen viele soziale Aufträge. Wir wollen niemanden zum Austritt bewegen.“ Aber er habe in seinem Bekanntenkreis viele, die die Kirchen aus Überzeugung verlassen wollen, so Reinhard. „Doch keiner weiß, wie ein Austritt abläuft.“

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Radioaktives Wasser in Fukushima ausgelaufen

Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Digital Globe
Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Digital Globe
Rund 32 Liter hoch radioaktiven Wassers sind aus einem undichten Tank ausgelaufen und haben sich mit Regenwasser vermischt
 

derStandard.at

Aus einem undichten Tank des zerstörten japanischen Atommeilers Fukushima ist hoch radioaktives Wasser ausgelaufen. Rund 32 Liter verseuchtes Abwasser sind vermutlich aus einem Leck ausgetreten, wie örtliche Medien am Freitag unter Berufung auf den Betreiber Tepco berichteten. Dies habe sich mit Regenwasser vermischt und rund um den Tank gesammelt. Arbeiter dichteten den Angaben nach das Leck ab.

Lecks in der zerstörten Anlage waren in der Vergangenheit häufiger ein Problem. Auch Meerwasser im Pazifik wurde bereits verseucht. Infolge des schweren Erdbebens und Tsunamis im März 2011 waren drei der sechs Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima zerstört worden; es kam zu Kernschmelzen.

Polen: Protest lohnt sich doch

Massenprotest: Am Montag streikten tausend Polinnen und Polen gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts. Foto: dpa
Massenprotest: Am Montag streikten tausend Polinnen und Polen gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts. Foto: dpa
Durch lautstarken Protest konnte das verschärfte Abtreibungsrecht in Polen verhindert werden. Es lohnt sich immer noch, sich lauthals zu wehren statt nur freundlich zu tadeln. Ein Kommentar.

Von Andreas Schwarzkopf | Frankfurter Rundschau

Da sage noch einer, Protest sei sinnlos. Massenhaft und lautstark haben Polinnen und Polen gegen die geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts demonstriert. Nun können sie die erste große Niederlage der national-konservativen PiS-Regierungspartei feiern. Denn erst kippte die polnische Regierung das drohende generelle Abtreibungsverbot, dann stoppte das Parlament mit einer national-konservativen Mehrheit das Gesetz – auch wegen der internationalen Kritik.

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Dodo Kretschmann bringt die Grüne Jugend zum Kochen

kretschmann150Winfried Kretschmann äußert sich zur „klassischen Ehe“ – und beschwichtigt noch am selben Tag. In Teilen seiner Partei kommen die Worte des Ministerpräsidenten gar nicht gut an.

Von Rüdiger Soldt | Frankfurter Allgemeine

Mit der Frage, wie die kulturelle Hegemonie der linken Mitte eine Gesellschaft verändern kann, beschäftigt sich Winfried Kretschmann nicht erst seit den jüngsten Wahlerfolgen der AfD. Oder seitdem die Wochenzeitung „Die Zeit“ darüber eine kontroverse Debatte führt. Spätestens als größtenteils evangelikale Grüppchen auf dem Stuttgarter Schlossplatz begonnen hatten, gegen den Bildungsplan der früheren grün-roten Regierung zu demonstrieren, sich eine Front gegen die Gender-Theorien im Südwesten formierte („Demo für alle“), war Kretschmann klar, dass grüne Regierungspolitik Kulturkämpfe nach sich ziehen kann. Bei anderen Themen erlebte der erste grüne Ministerpräsident Deutschlands ähnlich emotionalisierte Diskussionen – etwa bei der Einrichtung des Nationalparks.

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Religiotie: Söder, wiedererweckter Christ mit Kapelle im Ministerium

Markus Söder (2012), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Gerd Seidel
Markus Söder (2012), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Gerd Seidel
Vor rund 500 Besuchern räumte Söder ein, dass sein Glaube viele Jahre verschüttet war, doch längt habe er angefangen, regelmäßig zu beten. In seinem Ministerium habe sich der evangelische Christ deshalb eine kleine Kapelle eingerichtet.

kath.net

Der bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder (CSU), hat sich über seinen christlichen Glauben geäußert. „Ich bekenne, dass ich an Gott und Jesus Christus glaube.“ Wie der landeskirchliche Protestant in einem Podiumsgespräch zum Thema „Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?“ am 5. Oktober in Kempten im Allgäu sagte, gibt ihm sein Glaube Kraft und Hoffnung. Vor rund 500 Besuchern räumte Söder ein, dass sein Glaube viele Jahre verschüttet gewesen sei. Als er ihn wiederentdeckt habe, habe er angefangen, regelmäßig zu beten. In seinem Ministerium habe er sich deshalb eine kleine Kapelle eingerichtet. Wie er weiter sagte, fällt es ihm schwer, die Bibel zu lesen. Deshalb höre er sie bei Dienstreisen häufig als Hörbuch. So enthalte er immer wieder Impulse, die seinen Alltag und seine Politik prägten. Kritik übte er an evangelischen Gottesdiensten: „Sie müssen lebendiger werden.“ Söder ist Mitglied der bayerischen Landessynode.

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Forscher sicher: So alt kann ein Mensch maximal werden

 Nahm mit 120 Jahren noch eine Techno-CD auf: die Französin Jeanne Calment © DPA
Nahm mit 120 Jahren noch eine Techno-CD auf: die Französin Jeanne Calment © DPA
Können Menschen praktisch unbegrenzt leben oder gibt es eine natürliche Obergrenze? Über diese Frage streitet die Fachwelt seit langem. Eine aktuelle Studie liefert nun neuen Zündstoff für die Diskussion.

Von Ilona Kriesl | stern.de

Die Französin Jeanne Calment war ihrerzeit ein kleines medizinisches Wunder: 1875 in Arles geboren, gilt sie als bislang ältester Mensch aller Zeiten. Calment war bis ins hohe Alter fit und wurde in Frankreich als Nationalheldin gefeiert: Mit 100 Jahren fuhr sie noch Fahrrad, mit 120 Jahren nahm sie eine Techno-CD auf, und sie rauchte bis kurz vor ihrem Tod. Sie starb 1997 – mit 122 Jahren und 164 Tagen.

Auch der Indonesier Mbah Gotho war zuletzt in den Schlagzeilen: Er soll schier unglaubliche 145 Jahre alt sein. Allerdings ist dieses Rekordalter nicht durch unabhängige Gutachter bestätigt.

Fälle wie diese faszinieren, werfen sie doch die Frage auf, wie alt der Mensch maximal werden kann. US-amerikanische Forscher haben sich nun mit der Frage beschäftigt, ob es für die natürliche Lebenszeit des Menschen eine Obergrenze gibt. Dafür werteten sie demografische Daten aus mehr als 40 Ländern aus. Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals älter als 125 Jahre werde, sei extrem gering, heißt es im Fachblatt „Nature“.

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Norwegen will Niqab aus Schulen und Unis verbannen

Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans
Bild: Wikimedia Commons/Steve Evans

Die norwegische Regierung sucht nach Möglichkeiten, das Tragen von Gesichtsschleiern zu regulieren. Etwa 2,7 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

Die Presse.com

Die norwegische Regierung will muslimische Schülerinnen daran hindern, ihr Gesicht im Unterricht zu verschleiern. „Nach unserer Auffassung gehören Vollverschleierungen wie der Niqab nicht in eine Unterrichtssituation, weil sie die Kommunikation behindern“, schrieb Schulminister Torbjörn Röe Isaksen am Donnerstag.

„Die Regierung untersucht deshalb die Möglichkeit, das Tragen solcher Kleidung in Kindergärten, Schulen und an Universitäten zu regulieren“, so der Minister. Zunächst wolle die Regierung ergründen, wie die Vollverschleierung mit Hilfe der bestehenden Gesetze verhindert werden könne. Die mitregierenden Rechtspopulisten und die Sozialdemokraten unterstützen die Pläne nach einem Bericht des norwegischen Fernsehsenders NRK.

Von den rund 5,2 Millionen Einwohnern in Norwegen sind nach Angaben des norwegischen Statistikbüros rund 141.000 Menschen praktizierende Muslime. Das entspricht etwa 2,7 Prozent der Bevölkerung.

Die rechte Parallelgesellschaft sucht die Konfrontation

Bild von einerPegida-Demo. Twitter
Bild von einer Pegida-Demo. Twitter
Der Auftritt von Pegida & Co in Dresden zeigt: Es gibt längst eine eigene rechte Welt in Deutschland, in der sich keiner mehr an Extremisten stört. Ihr Ziel: Radikalkonfrontation mit der Gesellschaft.

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Die vulgären Beschimpfungen, der rechtsradikale Zorn, der sich am Tag der Deutschen Einheit vor der Frauenkirche in Dresden über das Staatsoberhaupt, die Bundeskanzlerin und ausnahms- wie unterschiedslos alle geladenen Gäste der Feierlichkeiten in Dresden ergoss – diese Vorgänge sind Ausdruck eines gewandelten rechten Diskurses, der das Land noch länger beschäftigen wird.

Zum ersten Mal hat die fremdenfeindliche Fundamentalopposition um Pegida einen Staatsakt mit ihrer Präsenz überschattet. Außerdem hat sie deutliche Signale ausgesendet, dass es ihr nicht mehr um das Gespräch mit den Mächtigen geht und vor allem auch nicht mehr um den Dialog mit der Mehrheitsgesellschaft, die sie übertönte.

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This Man Was Buried With a Cannabis Shroud 2,500 Years Ago

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)
If you’re lucky enough, you’ll get to choose how you leave this world. I don’t mean how you die, but how your remains are treated, interred, or otherwise consecrated.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

Some 2,500 years ago, in the deserts of China’s Turpan Basin, someone decided to lovingly shroud a man’s remains with marijuana. Archaeologist Hongen Jiang and several other colleagues discovered the ritual burial, and described the tomb as an “extraordinary cache of ancient, well-preserved Cannabis.”

According to Jiang’s findings, which were detailed in Economic Botany last month, thirteen cannabis plants were gently placed across the 35-year-old man’s body, in a seemingly deliberate fashion. The plant stalks, which were nearly intact (most of their flowers had been clipped off), were arranged diagonally over the deceased person’s chest. A wooden bed and reed pillow were also identified in the tomb.

Researchers suggest this funeral ritual, which occurred between 2,400 to 2,800 years ago, could offer evidence that cannabis played a significant role in early Eurasian steppe cultures.

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Millionenüberschuss im Erzbistum Köln

Bild: tilly
Bild: tilly
Das Erzbistum Köln hat 2015 einen Jahresüberschuss von 52 Millionen Euro erzielt.

evangelisch.de

Im Jahr zuvor hatte es dagegen noch einen Fehlbetrag von fast sechs Millionen Euro gegeben. „2015 war ein gutes Jahr“, sagte Finanzdirektor Hermann Schon am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Köln. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf einen Anstieg des Kirchensteuerertrages um 6,6 Prozent – das entspricht Mehreinnahmen von 38,7 Millionen Euro.

Das reichste und mitgliederstärkste deutsche Bistum legt seit 2013 sein Vermögen offen. „Wir schaffen damit volle Transparenz“, sagte Schon. Von dem Überschuss sollen rund 23 Millionen Euro in Rücklagen und Vorsorgeaufwendungen fließen, vor allem zur Altersversorgung. Die verbleibenden 28 Millionen Euro will das Erzbistum in ein neues Bildungs- und Sozialprogramm investieren. Kernstück des Programms soll die Gründung einer neuen Schule als Teil eines „Bildungscampus für alle“ sein.

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Hillary Clinton betont erneut ‚Recht auf Abtreibung’ bis zur Geburt

Hillary Clinton, Bild. FB, bearb.:bb
Hillary Clinton, Bild. FB, bearb.:bb

Einschränkungen könne sie sich nur am Ende des dritten Trimesters der Schwangerschaft vorstellen. Zu diesem Zeitpunkt sind Babys dank moderner Medizin längst außerhalb des Uterus lebensfähig.

kath.net

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist in einem Interview erneut gegen Einschränkungen bei Abtreibungen eingetreten. Ausnahmen könne sie sich nur ganz am Ende des letzten Trimesters einer Schwangerschaft vorstellen, aber auch nur dann, wenn das Leben und die Gesundheit der Mutter berücksichtigt würden, sagte Clinton in der Sendung „Meet the Press“ des Senders MSNBC.

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Genmais soll in Deutschland verboten werden

 Der Maiszünsler ist einer der größten Schädlinge im weltweiten Maisanbau. Gentechnisch-veränderte Pflanzensorten können ihn abwehren. (Foto: dpa)
Der Maiszünsler ist einer der größten Schädlinge im weltweiten Maisanbau. Gentechnisch-veränderte Pflanzensorten können ihn abwehren. (Foto: dpa)
  • Bund und Länder sollen gemeinsam den Anbau gentechnisch veränderter Organismen untersagen können.
  • Der entsprechende Gesetzesentwurf soll voraussichtlich am 2. November vom Kabinett beschlossen werden.

Von Markus Balser, Silvia Liebrich | Süddeutsche.de

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat nach monatelangem Streit mit den Bundesländern das Verbot von Genmais auf den Weg gebracht. Dem Gesetzentwurf zufolge sollen Bund und Länder künftig gemeinsam den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO), die in der Europäischen Union zugelassen sind, untersagen können.

Alle Ressorts hätten sich auf den Entwurf geeinigt, hieß es in Regierungskreisen. Er werde nun mit Ländern und Verbänden beraten und voraussichtlich am 2. November vom Kabinett beschlossen.

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First airport built in Iraq 5,000 years ago, for aliens: minister

The Iraqi transport minister has harnessed the works of a Jewish author of books about ancient astronauts to strengthen his claim that the first airport was built 5,000 years ago in the southern Iraqi region of Dhi Qar, and that it was from there that ancient Sumerian spaceships set off to explore other planets.

By Sue Surkes | The Times of Israel

“If you do not believe me, read the book of the great historian Zecharia Sitchin, who was an expert in Sumerian studies,” Kazem Finjan told various Iraqi TV channels last week, in reference to the Russian-born American who was raised in mandatory Palestine and who moved to New York in 1952 after working as an editor and journalist in Israel.

In his 1976 book “The 12th Planet” and its sequels, Sitchin, a self-taught Sumerian expert, described a planet called Nibiru that was home to extra-terrestrial beings, who came to earth some 450,000 years ago on a colonial mission and subsequently interbred with native earthlings.

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