Christen rechtsaußen: Hetzkatholiken und Hassprotestanten


Bild: BR24
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Mit der Pegida-Bewegung sind sie ins Visier der Öffentlichkeit geraten: Christen am rechten Rand, das schwarz-rot-goldene Kreuz vor sich hertragend. Und doch agieren ultrakonservative Katholiken wie Protestanten schon viel länger – im Internet und auf den Straßen.

Von Veronika Wawatschek | BR24

So viel vorweg: Hier geht es nicht vorrangig um Glatzen und Springerstiefel in Kirchenbänken, sondern vielmehr um den ultrakonservativen bis rechten Rand, der biblische Werte schützen will. Von „Katholiban“, von denen der Publizist David Berger einmal sprach, kann nicht die Rede sein. Bislang rüsten die Rechtsaußen-Christen nur verbal zum Kampf. Und doch wird bei genauerem Hinsehen deutlich: Es braut sich etwas zusammen am christlich-rechten Rand – auch weil sie mit der AfD einen politischen Arm für ihre Themen bekommen haben, wie in der Grundsatzvereinbarung der „Christen in der AfD“ nachzulesen ist.

Der Themendreiklang

Die Publizistin Liane Bednarz kennt diesen Rand von innen. Sie bezeichnet sich als konservativ und gläubig, stieg aber aus der Szene aus, als ihr die Parolen zu ausgrenzend wurden. Ihren Worten zufolge widmen sich rechte Christen vor allem dem „Schutz des Lebens“, dem „Schutz von Ehe und Familie“ und dem „Schutz des christlich-geprägten Abendlandes“. Nicht selten verberge sich dahinter allerdings radikale Abtreibungsgegnerschaft, von der sich selbst die Kirchen distanzierten, sowie Homophobie und ausgewiesene Islamfeindschaft.

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