Start-up: Kirchenaustritt digital unterstützt


Ausnahmsweise ohne teuflisches Grinsen: die Gründer Niels Reinhard (links) und Dominik Mauritz.
Ausnahmsweise ohne teuflisches Grinsen: die Gründer Niels Reinhard (links) und Dominik Mauritz.
Der Gründer von Dein-Kirchenaustritt.de ist katholisch und hält Kirchen für wichtig. Trotzdem will er Mitgliedern beim Austritt helfen – und damit Gutes tun.

Von Michel Penke | GRÜNDERSZENE

„Noch bin ich nicht exkommuniziert“, sagt Niels Reinhard und lacht. Zusammen mit Dominik Mauritz gehört er zum Gründer-Team von Dein-Kirchenaustritt.de. Seine Webseite hilft seit gut einem Monat Kirchenmitgliedern, die keine mehr sein wollen, aus der Glaubensgemeinschaft auszutreten.

Dabei hat Reinhard eigentlich gar nichts gegen Religion. Sein Onkel ist Theologieprofessor, seine Mutter stark in der Gemeinde aktiv. Er selbst ist römisch-katholisch – zumindest bisher. Austreten will er, doch geschafft hat er es zeitlich selbst noch nicht. „Dabei haben Kirchen absolut ihre Existenzberechtigung“, sagt Reinhard. „Sie erfüllen viele soziale Aufträge. Wir wollen niemanden zum Austritt bewegen.“ Aber er habe in seinem Bekanntenkreis viele, die die Kirchen aus Überzeugung verlassen wollen, so Reinhard. „Doch keiner weiß, wie ein Austritt abläuft.“

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