„Das naturalistische Verhängnis“


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Der Naturalismus dient oft als Grundlage für Argumente gegen den Glauben. Dabei wird meistens verdrängt, dass er selbst nur eine der möglichen philosophischen Perspektiven ist und der erhobene Anspruch, Anwalt der reinen Vernunft zu sein, pure Ideologie ist.

Von Johannes Hartl | Die Tagespost

Diskutieren Atheisten und Christen miteinander, ergibt sich oft eine typische Gegenüberstellung. Gläubige, nicht gewohnt zu argumentieren oder rationale Gründe für ihren Glauben überhaupt nur zu formulieren, flüchten sich in ein „ich glaube das einfach, weil das für mich nun mal wahr ist“, mit Logik müsse das überhaupt nichts zu tun haben. Diese Haltung nennt man Fideismus, er weicht den wichtigen Fragen aus. Von Seiten der Atheisten zielt die Argumentationsstruktur nicht selten auf den Versuch ab, eine Kluft zwischen naturwissenschaftlicher Erkenntnis und religiösem Glauben zu behaupten, wobei letzterer als irrational gekennzeichnet wird. Theisten sind dann entweder ungebildet und einer schlüssigen Rechtfertigung ihres Glaubens nicht fähig oder böswillig intellektfeindlich. An dieser Stelle endet die Diskussion meistens oder gleitet in beidseitige Belehrungen aus überheblicher Besserwisserperspektive („eines Tages wirst du auch noch die Wahrheit erkennen“) oder gar Polemik ab.

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