Die Lügen von Smolensk


© Jacek Piotrowski Sie deckt im Film die vermeintliche Verschwörung auf: Die Journalistin Nina Dziennikarka (Beata Fido, Mitte) beginnt mit der Recherche.
© Jacek Piotrowski. Sie deckt im Film die vermeintliche Verschwörung auf: Die Journalistin Nina Dziennikarka (Beata Fido, Mitte) beginnt mit der Recherche.
Ein Film über den Flugzeugabsturz, bei dem der polnische Präsident Lech Kaczyński 2010 ums Leben kam, spaltet Polen. Er deutet das Unglück als Verbrechen. Das passt der Regierung bestens in den Plan.

Von Stephan Stach | Frankfurter Allgemeine

Waren der polnische Präsident Lech Kaczyński und 95 weitere Passagiere seines Flugzeugs, das Anfang April 2010 bei Smolensk abstürzte, Opfer eines Anschlags des russischen Geheimdienstes? Versuchte die damalige Regierung Donald Tusks, diesen Anschlag zu vertuschen? War sie gar selbst verstrickt? Diese Fragen stellt der Spielfilm „Smolensk“ von Antoni Krauze und gibt auch gleich die Antwort: Am Ende des Films sieht man, wie zwei Explosionen die Maschine zerreißen, mit der Kaczyński zur Gedenkfeier für die 1940 vom sowjetischen Geheimdienst in Katyn ermordeten polnischen Offiziere reiste. Die These vom Anschlag polarisiert die polnische Gesellschaft. Die Anhänger der Regierungspartei PiS und ihre führenden Vertreter, allen voran Lech Kaczyńskis Zwillingsbruder Jarosław und Verteidigungsminister Antoni Macierewicz, wiederholen sie gebetsmühlenartig auf der Grundlage dubioser Indizien. Krauzes Film lässt die Debatte abermals hochkochen.

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