Buddha-Bullshistic in Österreich


Mönch Sunim will mit dem Stupa am Wagram „allen Menschen und Religionen Frieden bringen“. / Bild: (c) Stanislav Jenis
Mönch Sunim will mit dem Stupa am Wagram „allen Menschen und Religionen Frieden bringen“. / Bild: (c) Stanislav Jenis
In einem Weingarten in Niederösterreich errichtet ein Mönch einen Stupa. Rechtswidrig, sagen Kritiker. Statt Friede brachte das Bauwerk bisher Hass und Zwietracht.

Von Andreas Wetz | Die Presse.com

„Die Esoterik-Schickeria hat es geschafft.“ Schimpfend steht Pensionist Hubert Jobst mit seiner Videokamera auf der Schulter neben dem Bagger und hält drauf. Hier, in einem Weingarten an der Abbruchkante des Wagrams, baut der koreanische Mönch Bop Jon Sunim seit Montag einen Stupa. Einen Friedensstupa, um genau zu sein, ein buddhistisches Bauwerk, das als Denkmal für den Dialog zwischen Menschen und Religionen dienen soll.

Von Frieden ist an diesem Herbsttag rund um Grafenwörth wenig zu spüren. 45 Autominuten nordwestlich von Wien bekämpfen Bürger wie Jobst, Oppositionspolitiker und christliche Traditionalisten seit Monaten den 32 Meter hohen Kuppelbau. Ihre Argumente: Naturschutz und Durchsetzung des Rechtsstaats. „Früher“, argumentiert Jobst nun gegen Maschinenlärm, Wind und Bauherren an, „war ich Grüner.“ Heute wähle er aus Protest gegen politische Willkür die FPÖ. Und Willkür sei auch „das hier“. Der Stupa zerstöre Landschaft und Lebensraum von Tieren.

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