Der Tod ist ihnen heilig


 Bei der
Bei der „Weihe“ werden Sante-Muerte-Figuren zunächst mit Tequilla übergossen, dann wird ein Ring aus Feuer um sie entflammt © Angus Fraser
Millionen Mexikaner beten die Sensenfrau Santa Muerte an. Der morbide Kult ist Spiegel der Seele eines gebeutelten Landes.

Von Jan-Christoph Wiechmann | stern.de

An einem Sommermorgen 2008 erschossen 13 Männer einen jungen Sektenführer namens Jonathan Legaría Vargas mit 150 Schüssen in einem Vorort von Mexiko-Stadt. Die Tat schaffte es kurz in die Zeitungen, verschwand dann aber ebenso schnell in der Flut neuer Mordmeldungen. Die Polizei verfolgte den Fall nicht. In den folgenden Tagen trat seine Mutter, Enriqueta Vargas, vor die Statue der Todesheiligen La Santa Muerte, ein 22 Meter hohes Skelett in schwarzer Robe, das die gesamte Nachbarschaft überragt. Sie brachte ihr Gaben – Tequila, Lutscher, Äpfel – und machte einen Deal mit der Volkspatronin: Du bringst mir den Mörder – ich diene dir mein Leben lang.

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