Im Bonner Justizministerium arbeiteten besonders viele Nazis


 Volksgerichtshof mit Hakenkreuz und Hitlergruß: Viele alte Kameraden arbeiteten später im Justizministerium der Bundesrepublik, zeigt eine neue Studie (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
Volksgerichtshof mit Hakenkreuz und Hitlergruß: Viele alte Kameraden arbeiteten später im Justizministerium der Bundesrepublik, zeigt eine neue Studie (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
  • Das Bundesjustizministerium hat seine NS-Vergangenheit aufarbeiten lassen. Die Studie wird am Montag öffentlich vorgestellt.
  • 77 Prozent der leitenden Beamten waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, mehr als von den Forschern erwartet. Ihre Zahl stieg nach 1949 sogar noch an.

Von Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Zahlreiche NSDAP-Mitglieder und Holocaust-Schreibtischtäter arbeiteten nach dem Krieg wieder in mächtigen Positionen in der Bundesrepublik. Das trifft auf alle Ministerien zu, auf die Polizei ebenso wie auf Gerichte. Im Bonner Justizministerium aber war die Dichte der alten Kameraden besonders hoch. Das zeigt eine Untersuchung, die am Montag von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorgestellt werden soll.

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